Hoffen auf EU-Gelder
Vom "Wohnlöwen" bis zum Gründerzentrum

Die Bürgermeister Armin Schärtl, Richard Tischler, Georg Butz, Manfred Rodde sowie der dritte Bürgermeister aus Trausnitz, Reinhard Jäckel (von links) stellten die Projekte, für die sie EU-Fördergelder bekommen wollen, vor. Bild: Tietz
Politik
Schwarzenfeld
19.12.2015
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Vom "Wohnlöwen" bis zum Gründerzentrum reichen die fünf Projekte, mit denen die Mitgliedskommunen der Kleinregion "Nördliches Naabtal" an EU-Gelder kommen wollen. Startschuss für die erste Maßnahme könnte bereits im kommenden Jahr sein.

Die Vorarbeiten dauerten ein gutes Jahr, jetzt ist alles festgezurrt: Die Kommunen Nabburg, Pfreimd, Schwarzenfeld, Wernberg-Köblitz und Trausnitz taten sich vor Monaten zusammen, um mit verschiedenen Projekten Gelder aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung zu bekommen. Um überhaupt eine Hand am Fördertopf zu haben, sind nämlich mindestens 20 000 Einwohner nötig. Als eine von 20 Kooperationen in Bayern bekam die Kleinregion "Nördliches Naabtal" den Zuschlag und die Aussicht auf Fördergelder zwischen 5,5 bis 5,8 Millionen Euro bis zum Jahr 2020.

Insgesamt meldeten die Mitglieder fünf Projekte zur Förderung an. "Wir haben die Quadratur des Kreises geschafft, damit keine der fünf Kommunen leer ausgehen wird", freute sich der Nabburger Bürgermeister Armin Schärtl bei der Vorstellung der einzelnen Maßnahmen bei einer Pressekonferenz im Schwarzenfelder Rathaus. Das erste Projekt ist in Pfreimd und könnte bereits nächstes Jahr umgesetzt werden. Das ehemalige Gasthaus "Goldener Löwe" in der Landgrafenstraße soll künftig ein "Wohnlöwe" werden. Dahinter verbirgt sich laut Bürgermeister Richard Tischler ein Wohnheim für Auszubildende, für die die Gelegenheit geschaffen werden soll, an ihrem Arbeitsort auch wohnen zu können. Das Haus soll Platz für mindestens zehn Ein-Zimmer-Appartements bieten. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro. Als nächstes Projekt ist die Einrichtung eines Gründerzentrums im bald ehemaligen Sparkassengebäude in Nabburg geplant. Die Maßnahme ist auf zwei Millionen Euro kalkuliert.

In Schwarzenfeld ist ein Generationenhaus in der Pfarrgasse geplant. Dabei handelt es sich um ein offenes Haus, das als Treffpunkt sowohl für die jungen Leute als auch für die ältere Generation gedacht ist. Es kostet rund 800 000 Euro. Rund ums Theater geht es in Wernberg-Köblitz und Trausnitz. Während in Wernberg-Köblitz das Jugendheim zu einer Theaterhalle umgebaut werden soll, ist in Trausnitz ein Freilufttheater in der Nähe der Burg vorgesehen. Die Maßnahmen belaufen sich auf 1,5, beziehungsweise 0,8 Millionen Euro. "Diese Maßnahmen könnten das Amateurtheater-Wesen in der gesamten Region beflügeln", hoffte der Wernberg-Köblitzer Bürgermeister Georg Butz und versprach sich auch Synergieeffekte durch die räumliche Zusammenlegung.

Falls die bereits genannten Projekte allesamt umgesetzt sind und der Fördertopf noch gefüllt ist, sitzt eine Maßnahme noch auf der "Ersatzbank": Dabei handelt es sich um ein "Kulturspital" im ehemaligen Bürgerspital in Pfreimd. Die Räume könnten als Treffpunkt für die Jugend oder Senioren oder für die Erwachsenenbildung genutzt werden.
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