Millionen für den Lärmschutz
Vier Baustellen an der A93

Zwischen Schwarzenfeld (Bild) und Nabburg liegt in den kommenden beiden Jahren der Schwerpunkt bei der Lärmsanierung der Autobahn. Bild: Götz
Politik
Schwarzenfeld
20.01.2016
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Autofahrer werden sich in den kommenden zwei Jahren auf Beeinträchtigungen auf der Autobahn einstellen müssen. Zwischen Schwandorf-Nord und Nabburg werden bis Ende 2017 insgesamt vier Baustellen eingerichtet. Der Grund dafür ist aber ein positiver.

Nachdem in den vergangenen Jahren der Landkreis-Norden an der Reihe war, geht es jetzt weiter in Richtung Süden: Auf die Fahrbahn wird ein neuer Belag aufgezogen, was den Lärm der Autobahn deutlich reduziert. Die Folge: Die Werte sinken signifikant unter die vom Bundestag festgelegten Grenzen, die Anwohner werden entlastet. Auf Einladung des CSU-Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier stellten der Präsident der Autobahndirektion Nordbayern, Reinhard Pirner, und Baudirektor Andreas Eisgruber im Schwarzenfelder Rathaus die Maßnahmen im Einzelnen vor und stießen auf zwei erleichterte Bürgermeister: "Wir sehnen uns danach, dass in Richtung Lärmschutz auch bei uns etwas getan wird", betonte das Schwarzenfelder Marktoberhaupt Manfred Rodde. Der derzeit amtierende Bürgermeister aus Schwarzach, Franz Grabinger, ergänzte: "Das ist der Wunsch der Bevölkerung, dass in dieser Hinsicht etwas vorwärts geht". Vor allem der Ortsteil Wölsendorf ist vom Autobahnlärm betroffen.

Autobahndirektions-Präsident Pirner blendete zurück, dass seit mehreren Jahren Lärmvorsorge- und Lärmsanierungsmaßnahmen auf der Autobahn laufen. Angefangen vom Bereich Wernberg-Köblitz ging es weiter Richtung Süden, wo im vergangenen Jahr bei Pfreimd die letzten Bauarbeiten waren. 2016 und 2017 bildet der Abschnitt zwischen Nabburg und Schwarzenfeld den Schwerpunkt der Lärmsanierung (grüner Kasten und Grafik). Insgesamt investiert der Bund in diesem Bereich 11,8 Millionen Euro und setzt 18 Kilometer Fahrbahn lärmtechnisch instand.

Es wird deutlich leiser, aber es wird kein Vogelgezwitscher.Baudirektor Andreas Eisgruber

Die Auswirkungen des neuen Fahrbahnbelags sind laut Baudirektor Eisgruber signifikant und werden eine deutliche Reduzierung des Autobahnlärms bewirken: Mindestens vier Dezibel, sagen die Fachleute. Das klingt auf den ersten Blick gar nicht so viel, das Ergebnis würde aber laut Eisgruber dem Lärm, den die Hälfte des Verkehrs verursachen würde, entsprechen. Die derzeit herrschenden Grenzwerte von 57 Dezibel in der Nacht und 67 am Tag würden durch den neuen Belag deutlich unterschritten. "Es wird deutlich leiser, aber es wird kein Vogelgezwitscher", machte der Baudirektor klar, dass die Autobahn auch nach der Lärmsanierung noch zu hören sein wird.

Mit den Maßnahmen im Bereich zwischen Nabburg und Schwarzenfeld ist es aber lange noch nicht getan: Die Autobahndirektion will die Bauarbeiten in den nächsten Jahren weiter in Richtung Süden fortsetzen. "Unser Ziel ist es, bis nach Ponholz eine Lärmverbesserung mit Sanierungsmaßnahmen zu erreichen", unterstrich Pirner.

Karl Holmeier betonte, dass der Bund für die Lärmmaßnahmen genügend Finanzmittel bereit stelle, und den Geldtopf noch weiter füllen werde. Für den Erhalt, die Sanierung und den Neubau sollen bis 2018 14 Milliarden Euro bereitstehen.

Geplante MaßnahmenFrühjahr 2016: Kurz nach der Anschlussstelle Schwarzenfeld bis Nabburg wird die Fahrbahn in Richtung Norden saniert. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 1 Million Euro. Die Baulänge beträgt 6,2 Kilometer.

August 2016: Nach der Anschlussstelle Nabburg bis etwa zur Ausfahrt Schwarzenfeld ist die Lärmsanierung in südlicher Richtung auf einer Länge von 4,9 Kilometern vorgesehen. Die Kosten betragen etwa 4.5 Millionen Euro.

Frühjahr 2017: Auf einer Länge von 3 Kilometern ist die Lärmsanierung in südlicher Richtung zwischen der Anschlussstelle Nabburg und dem Bereich, in dem in diesem Herbst die Bauarbeiten beginnen, vorgesehen. Die Kosten liegen bei rund 2,7 Millionen Euro.

Herbst 2017: Für etwa 3,6 Millionen Euro stehen Arbeiten zwischen den Anschlussstellen Schwandorf-Nord und Schwarzenfeld auf 4 Kilometern auf dem Programm. (tib)
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