Siebanlage für das Pumpwerk

Eine Schachtsiebanlage soll verhindern, dass das Pumpwerk II der Kläranlage (Bild) weiterhin so oft verstopft wird. Bild: Götz
Politik
Schwarzenfeld
30.07.2016
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Die Kläranlage leidet ab und zu an Verstopfung. Der Grund: Im Abwasser sind unter anderem immer wieder Feuchttücher, Toilettenbürsten und sogar Unterwäsche zu finden. Das kann das Pumpwerk beeinträchtigen. Jetzt soll es Abhilfe geben.

Simone Lintl vom Ingenieurbüro U.T.E. aus Regensburg stellte dem Marktrat das Ergebnis einer Studie zur Überprüfung und Sanierung des Pumpwerks II an der Kläranlage vor und empfahl dem Gremium, eine Schachtsiebanlage vor das Pumpwerk zu schalten.

Damit könne nämlich verhindert werden, dass Artikel, die in der Toilettenspülung nichts verloren haben und eigentlich in den Müll gehören, das Pumpwerk verstopfen können. Bislang müssen derartige Störungen aufwendig per Hand beseitigt werden - und dies teils mehrmals in der Woche. Mit einer solchen Anlage würden große Artikel herausgefiltert und über eine Abwurfschiene direkt in einen Container geworfen. Damit ließen sich die häufigen Verstopfungen am Pumpwerk in den Griff bekommen. Die Kosten schätzte die Expertin auf etwa 112 000 Euro brutto. Einstimmig beschloss der Marktrat den Kauf einer derartigen Siebanlage.

Den Markträten lag auch die Jahresrechnung 2015 zur Kenntnis vor. Sie beinhaltete eine bemerkenswerte Zahl: Das Ergebnis in der Kasse ist um knappe 5,3 Millionen besser als im Haushalt berechnet. Neben zahlreichen Mehreinnahmen und Minderausgaben im Verwaltungshaushalt sind dafür vor allem zahlreiche geplante, aber nicht ausgeführte Investitionen verantwortlich.

Der größte Posten bei den Investitionen war die Gemeindeverbindungsstraße Kögl-Schwarzenfeld. Im Haushalt waren eigentlich 845 000 Euro eingeplant, benötigt wurden aber lediglich 9221,70. Auch die Punkte "Baumaßnahmen am Rathaus" sowie "Erwerb von Grundstücken" liegen deutlich unter dem Etat-Ansatz. Marktrat Manfred Bäumler (ÜPW) bezeichnete es deshalb auf der einen Seite als "erfreulich", wenn der Haushalt um so eine hohe Summe verbessert werde, sprach aber auch die mangelnde Umsetzung einiger Punkte an. In diesem Zusammenhang hatte der Marktrat wenige überplanmäßige Ausgaben im Haushalt zu genehmigen. Das tat er einstimmig.
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