1. FC Schwarzenfeld
Stier warnt vor dem zweiten Jahr

Klare Ansage: Der Schwarzenfelder Trainer Wolfgang Stier (rechts) gibt Matthias Meßmann Anweisungen. Beide wollen mit dem 1. FC Schwarzenfeld in der kommenden Bezirksliga-Saison wieder "oben mitspielen".
Sport
Schwarzenfeld
29.06.2016
115
0

Die Messlatte liegt ganz schön hoch. Vierter wurde der 1. FC Schwarzenfeld in der vergangenen Saison in der Bezirksliga Nord - als Aufsteiger. Geht in der neuen Spielzeit noch mehr? Trainer Wolfgang Stier bremst.

Im ersten Jahr den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft, in der Saison danach Platz vier in der Bezirksliga Nord. Trainer Wolfgang Stier hat mit dem 1. FC Schwarzenfeld eigentlich bisher nur gute Zeiten erlebt. So kann's weitergehen. Doch der Coach aus Weiden, der im Sportpark in seine dritte Saison geht, ist vorsichtig: "Das zweite Jahr als Aufsteiger ist immer schwerer." Deshalb setzt er seine junge Truppe gar nicht unter Druck: "Wir wollen einfach die Leistung aus der Vorsaison bestätigen und uns wieder im oberen Tabellendrittel aufhalten."

Seit gut einer Woche läuft der Trainingsbetrieb, auch das erste Testspiel wurde schon absolviert. Gegen den Süd-Bezirksligisten TB Roding gab es am Sonntag eine 2:4-Niederlage. "Eine spielerisch sehr gute Mannschaft", beschreibt Stier den Gegner. "Sie waren einfach spritziger und agiler." Große Aussagekraft hatte der Test naturgemäß aber nicht. Schon am Freitag und Samstag steht der Auftritt beim Pokalturnier des ATSV Pirkensee-Ponholz auf dem Programm. Im ersten Spiel geht's gegen den Gastgeber.

Dann wird Stier auch wieder seine Neuen testen, wobei sich das Wechselspiel in engen Grenzen hält. Verlassen haben den 1. FC nur Max Möschl, der aus beruflichen Gründen das Trainingspensum nicht mehr leisten kann. Er spielt künftig für den SV Haselbach, dürfte aber irgendwann wieder nach Schwarzenfeld zurückkehren. David Kruppa stürmt künftig für Inter Bergsteig Amberg.

Für die Schwarzenfelder stürmt künftig Florian Schlagenhaufer. Der junge Mann aus Perschen wechselt von der SpVgg SV Weiden II und war beim Kreisligisten einer der Leistungsträger. Für das Tor kommen gleich zwei Leute: Felix Hofmann war vergangene Saison die Nummer zwei beim Bayernligisten SpVgg SV Weiden. Dazu kommt auch noch David Kiener von der JFG Oberpfälzer Wald. "Er ist wie Felix ebenfalls sehr jung und sehr talentiert", erklärt der Coach. Und dann haben die Schwarzenfelder auch noch Lukas Mika. Der Tscheche hat seine Klasse schon bewiesen. Drei sind dann aber doch mindestens einer zu viel, oder? "An Lukas haben viele höherklassige vereine Interesse", erzählt Stier. "Wir wollen ihm diese Chancen auch nicht verbauen." Will heißen: Mika wird wohl nach der Winterpause wechseln. Hofmann und Kiener sollen dann dafür sorgen, dass die Schwarzenfelder nie Torwartprobleme bekommen. Zum Kader stoßen auch wieder die zuletzt pausierenden Roland Rabus und Michael Kummetsteiner. Stier: "Ich habe insgesamt einen 19-Mann-Kader für die Bezirksliga. Ich denke, dass ist ganz gut."

Natürlich merken die Schwarzenfelder auch, dass im Jugendbereich zuletzt einiges weggebrochen ist. Auch in der kommenden Saison wird es noch keine A-Junioren geben, aber eine B-Jugend nimmt wieder den Spielbetrieb auf. Und die C-Jugend ist ohnehin stark und auf dem Weg in die BOL. Zehn Spieler wechseln zwar - zum Unwillen der 1. FC-Verantwortlichen zum SC Ettmannsdorf. "Dennoch werden wir auch nächste Saison wieder eine gute C-Jugend haben", sagt Stier.

Stichwort nächste Saison: "Das ist eine sehr, sehr attraktive Liga", beschreibt er die Bezirksliga Nord, die am 23. Juli startet. Gegen die zwei Wernberger Klubs, gegen Pfreimd, gegen Schwarzhofen, gegen Katzdorf - alles Gegner aus der Umgebung. "Und da zähle ich auch noch Raigering oder Schirmitz dazu." Alles spiele sich da auf nur wenigen Kilometern ab. Stier freut sich auf die Liga der Derbys.

Das ist eine sehr, sehr attraktive LigaWolfgang Stier, Trainer des 1. FC Schwarzenfeld, über die Bezirksliga Nord
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.