Folgenlose Pleite
HSG und Trainer Völkl mit gutem Abschluss

Anna Kovarikova (hier eine Szene aus dem Spiel gegen Ingolstadt) traf im letzten Spiel gegen den HSV Bergtheim II zehn Mal. Dennoch verlor die HSG. Bild: bwr
Sport
Schwarzenfeld
03.05.2016
18
0

Niederlagen sind nie schön. Aber diese tat überhaupt nicht weh. Die Handballerinnen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld dürfen auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken.

Sie führten fast die ganze Spielzeit über, gingen aber doch als Verlierer vom Hallenparkett im Sportpark. Die Handballerinnen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld unterlagen im letzten Saisonspiel der Landesliga Nord dem HSV Bergtheim II mit 31:34. Die Einheimischen hatten aber schon länger den Klassenerhalt geschafft. Vor der Partie wurde Coach Wolfgang Völkl verabschiedet, der künftig nicht mehr auf der Trainerbank sitzen wird.

Wie erwartet präsentieren sich die Gäste aus Bergtheim ungewöhnlich stark aufgestellt. "Wenn Sie immer mit dieser Besetzung spielen würden, dann haben Sie in der Landesliga kein Problem", sagte HSG-Coach Völkl. Von Anfang an entwickelte sich eine schnelle und ausgeglichene Partie. Die HSG-Damen versuchten es mit einer 6:0-Defensive, aus welcher schnelle Gegenstöße resultieren sollten. Aber auch die Gäste aus Unterfranken strotzten mit ihrem wurfgewaltigen Rückraum und schnellen Gegenstößen. Die Zuschauer sahen schöne Aktionen mit vielen Toren, ein Spiel, bei dem sich keine Mannschaft absetzten konnte. Bis zur 25. Minute war die Partie sehr ausgeglichen, danach überzeugten die HSG-Damen mit schönen Angriffsaktionen. Da Bergtheim in dieser Phase Schwächen zeigte, schafften es die Oberpfälzerinnen, zur Pause mit 19:15 zu führen.

"Wir haben gegen Ende der 1.Hälfte das Spiel voll in unserer Hand gehabt. Bergtheim wusste nicht, was sie spielen sollten", sagte Völkl weiter. Nach der Pause kamen die HSG-Damen jedoch sehr zu passiv aus der Kabine. In der Abwehr schafften sie es nicht, dem wurfgewaltigen Rückraum des Gastes etwas entgegenzusetzen und so schmolz der komfortable Vorsprung zusehends. Die Unterfranken schafften beim Spielstand von 22:22 erstmals den Ausgleich und es folgten entscheidende zehn Minuten. In der Defensive wirkten die HSG-Damen zu verunsichert und das Angriffsspiel war zu statisch. Die daraus resultierenden Ballgewinne für den HSV Bergtheim wurden ohne viel Aufwand in Tore umgewandelt. Die Gäste gingen mit 29:26 in Führung und siegten am Ende mit 34:31. Dennoch zeigten die Gastgeberinnen eine gute Leistung. Auch Völkl war zufrieden: "Wie erwartet war Bergtheim mit einer sehr starken Aufstellung angereist. Meine Mädels haben zum Abschluss jedoch nochmals eine sehr gute Leistung gezeigt. Klar man sieht erstmal nur das Ergebnis. Aber das ist mir in diesem Fall egal. Ich bin stolz auf das gesamte Team, weil ich weiß, was es in diesem Jahr geleistet hat."

HSG-Tore: Kovarikova 10/1; Völkl-Simbeck 6/6; Theresa Stubenvoll 3; Czichon, Schopper, Rank, Anna Stubenvoll, Fröhlich je 2; Luley, Fischer je 1
Klar man sieht erstmal nur das Ergebnis. Aber das ist mir in diesem Fall egal. Ich bin stolz auf das gesamte Team, weil ich weiß, was es in diesem Jahr geleistet hat.HSG-Trainer Wolfgang Völkl
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.