Fußball
Den Bezirksliga-Vereinen ins Gewissen geredet

Sport
Schwarzenfeld
15.02.2016
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Rebecca Berger-Vogts vom SV Sorghof zog bei der Bezirksliga-Tagung am Samstag in Schwarzenfeld die Lose für die Relegationsrunde. Der 13. der Bezirksliga Nord spielt gegen den besten Zweiten der Kreisligen Cham/Schwandorf um einen der 32 Plätze. Ferner stehen sich die Vizemeister aus Regensburg und Amberg/Weiden gegenüber. Freilos bekommt der 13. der Bezirksliga Süd.

Relegation ab 25. Mai


Die beiden Meister steigen in die Landesliga auf, die Tabellenzweiten gehen in die Relegation und spielen um einen der sieben freien Plätze. Die letzten Drei der Bezirksligen Nord und Süd steigen ab, die 13. kommen in die Relegation. Die Relegationsrunde zur Bezirksliga beginnt am 25. Mai, die zur Landesliga einen Tag später. Der Oberpfalzmeister wird in einem Entscheidungsspiel der Meister von Nord und Süd am 25. Mai ermittelt. Der Austragungsort steht noch nicht fest. Das 12. Bezirksfinale um den Erdinger Meistercup wird am 26. Juni in Nittenau ausgetragen.

Bezirksspielleiter Thomas Graml zog für den bisherigen Saisonverlauf Bilanz. Eine Mannschaft, der SC Luhe-Wildenau, trat einmal nicht an. In einer Begegnung wirkte ein Vertragsspieler mit, bei dem die steuerliche und sozialversicherungspflichtige Bescheinigung fehlte. Die Folge: Punktabzug und 100 Euro Geldstrafe für den Verein.

In der Gruppe Süd trat ein Akteur seinem Gegenspieler mit dem Fuß in den Bauch, ein anderer beging eine Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter. "Sie müssen Ihre Leute in den Griff bekommen", mahnte der Bezirksspielleiter die Vereinsvertreter. Er wies auf die Pflicht des Ordnungsdienstes hin und betonte: "Es kann nicht sein, dass sich eine Mannschaft auf dem Platz des Gegners unsicher fühlt." Der Heimverein habe die Pflicht, Sicherheit und Ordnung herzustellen und schon im Vorfeld Konflikte im Keim zu ersticken. Thomas Graml bietet den Vereinen Informationsveranstaltungen mit einem "Konfliktmanager" an.

Nachholspielplan steht


Der Spielleiter konnte alle Nachholbegegnungen unterbringen. Bis auf eine, die noch vom 8. August 2015 herrührt. Damit sich das nicht wiederholt, traf Thomas Graml eine "klare Regelung". Spielabsagen seien bis 9 Uhr früh ausschließlich bei ihm anzuzeigen. Erst wenn er das Einverständnis gegeben habe, dürfe der Verein den Gegner und den Schiedsrichter informieren. Der Spielleiter terminiert dann die Nachholbegegnung für den folgenden Mittwoch, "außer die beiden Vereine einigen sich auf eine Neuansetzung innerhalb von vier Wochen". Die schriftliche Bestätigung des Vereinsvorsitzenden oder, wenn das Gelände der Gemeinde gehört, des Bürgermeisters über die Unbespielbarkeit des Platzes sei unverzüglich nachzureichen.

Bezirksschiedsrichterobmann Andreas Allacher dankte den Vereinen für eine freiwillige Spende zur Anschaffung einer Videokamera zur Beobachtung des Perspektiv-Kaders für die Landesliga. Er forderte die Vereine auf, den Schiedsrichter-Beobachter während des Spiels "in Ruhe" zu lassen. "Er ist kein Oberschiedsrichter." Allacher bat die Clubs, dem Schiedsrichter vor Anpfiff die Platzordner vorzustellen. "Nur die Hälfte der Vereine tun das."

Der Vorsitzende des Bezirkssportgerichts, Josef Wein, informierte über die neue Sperre-Regelung. Erhält ein Spieler bei einem Toto-Pokal- oder Freundschaftsspiel sowie bei einem Hallen- oder Futsal-Turnier die Rote Karte, dann ist er nur für diesen Wettbewerb gesperrt. Allerdings: Er darf generell erst wieder zum Einsatz kommen, wenn das Sportgericht das Urteil gesprochen hat. Wenn bis dahin ein Punktspiel anfällt, ist er auch dafür gesperrt. Setzt ein Verein Akteure ohne Spielberechtigung ein, drohen ihm Punktabzug und eine Geldstrafe. Angriffe auf den Schiedsrichter bestraft das Sportgericht mit "mindestens acht Wochen."
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