Fußballverband will Geld vom BLSV - Kompromiss bei Kreistag vorgestellt
Entgegenkommen, kein Verzicht

Vizepräsident Klaus Drauschke (links) und Kreisvorsitzender Roger Anders (rechts) warben beim außerordentlichen BLSV-Kreistag um Zustimmung für den vom Sportbeirat ausgehandelten Kompromiss. Bild: Hirsch
Sport
Schwarzenfeld
11.07.2016
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Beim Streit zwischen dem Bayerischen Fußballverband und den übrigen Sportfachverbänden im BLSV geht es um Geld. Der BFV hat in der Vergangenheit vom Dachverband nur ein Fünftel der ihm zustehenden 1,3 Millionen Euro bekommen und stellte Nachforderungen, die zunächst abgeblockt wurden. Nun bahnt sich ein Kompromiss an, der von den Verbandsgremien abgesegnet werden muss.

Der Vizepräsident und Vorsitzende des Sportbeirats im Bayerischen Landessportverbandes, Klaus Drauschke (Landshut), und BLSV-Kreisvorsitzender Roger Anders warben beim außerordentlichen Kreistag am Freitag im Sportpark Schwarzenfeld um Zustimmung für die ausgehandelte Kompromiss-Lösung. Sie sieht vor, dass der Fußballverband anfangs auf 45 Prozent seines Anteils verzichtet, sich dieser Ansatz jährlich um zwei Prozent absenkt und sich nach zehn Jahren bei 25 Prozent einpendelt. Die Fußballer stellen ein Drittel der 4,5 Millionen BLSV-Mitglieder und haben deshalb Anspruch auf den Löwenanteil der knapp vier Millionen Euro, die der Verband an die Fachverbände überweist. "Vetterlwirtschaft und Pfründesicherung" hätten in der Vergangenheit zu Ungleichbehandlungen geführt, stellte Drauschke fest. Die neue BFV-Führung bestehe auf ihrem Anteil, komme dem Verband aber entgegen. Wohl wissend, so der BLSV-Vizepräsident, dass die übrigen Verbände sonst übergebührend "bluten" müssten.

Die Delegierten votierten am Freitag einstimmig für den vom Sportbeirat ausgehandelten Kompromiss, der auf Gleichbehandlung und Transparenz setze, so Klaus Drauschke. Beim Verbandstag am 26. November in München sollen die neuen Richtlinien verabschiedet werden. Gleichzeitig werden die Delegierten über ein Konzept debattieren, das die Potenziale vor allem bei den Senioren stärker ausschöpfen soll, die nur zu 20 Prozent im BLSV-organisiert sind. "Wir wollen die Mitgliederzahl im BLSV von 4,5 auf fünf Millionen steigern", machte Drauschke deutlich. Außerdem wolle der Verband mehr Einfluss nehmen auf Schule und Politik und strebe eine stärkere Verankerung in der Gesellschaft an. Den Kreisverband werden beim Verbandstag in München Vorsitzender Roger Anders (Nittenau), Stellvertreter Michael Günther (Oberviechtach) und Vorstandsmitglied Lisa Schmid (Nittenau) vertreten.
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