Handball
Der neue HSG-Trainer - ein bisschen alte Liebe

Ein nachdenklicher Uli Reitmeier: Als das Angebot der HSG Nabburg-Schwarzenfeld kam, die Damenmannschaft zu trainieren, musste der Chamer aber nicht lange überlegen. Er sagte zu. Bild: hfz
Sport
Schwarzenfeld
16.08.2016
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Julia Fischer (links) verlässt die HSG Nabburg-Schwarzenfeld und stürmt künftig für den Bayernligisten HSG Fichtelgebirge. Bild: bwr

Uli Reitmeier ist in Cham beruflich engagiert. Seine große Leidenschaft, der Handballsport, hat den 48-Jährigen wieder dorthin geführt, wo er eine schöne Zeit hatte. Er trainiert in der neuen Saison die Damen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld.

Nabburg/Schwarzenfeld. Qualifizierte Handballtrainer gibt es nicht allzu viele. Und deshalb sind sie auch begehrt. "Bei mir gab es wie immer einige Anfragen vor der Saison", berichtet Uli Reitmeier. Der 48-Jährige trainierte zuletzt die Damenmannschaft des ASV Cham und ist auch schon immer im Jugendbereich tätig. "Als die Anfrage der HSG kam, bin ich schon hellhörig geworden", erzählt er. "Das hat mich gereizt." Die verantwortlichen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld waren auf der Suche nach einem Trainer für ihre Damenmannschaft, nachdem Wolfgang Völkl nach zwölf Jahren als Coach seine Laufbahn beendet hatte. Reitmeier zeigte Interesse, traf sich mit HSG-Vorstand Christian Liebl und nahm an.

Mitten in der Vorbereitung


Seit acht Wochen bereitet sich der Fahrschulinhaber aus Cham jetzt schon mit dem Team vor und ist beeindruckt: "Die Mädels sind wahnsinnig professionell", lobt er. "Da gibts kein Murren und Meckern. Die sind voll dabei." Zwei Mal die Woche scheucht Reitmeier seine Spielerinnen übers Hallenparkett. Am Mittwoch in Nabburg, am Freitag in Schwarzenfeld. Die Landesliga-Saison beginnt in gut vier Wochen. Bis dahin will Reitmeier die Mannschaft so weit haben, dass sie nach Platz 8 in der Vorsaison wieder den Klassenerhalt schnell perfekt macht.

"Mit Wolfgang Völkl habe ich am Anfang schon gesprochen. Er hat mir einiges über die Mannschaft erzählt", berichtet der neue Coach über die Gespräche mit seinem Vorgänger. Im Kader hat sich im Sommer einiges getan. Von Reitmeiers ehemaligem Team, dem ASV Cham, kommt Anna Heyn zur HSG. Die Rückraumspielerin spielte früher auch in Junioren-Auswahlteams. Schwer aufzufangen dürfte der Abgang von Julia Fischer sein, die sich dem Bayernligisten HSG Fichtelgebirge angeschlossen hat. Auch Martina Rank, Teresa Fröhlich oder Verena Luley werden nicht mehr dabei sein oder nur selten zur Verfügung stehen. Dennoch ist Reitmeier zuversichtlich: "Es ist eine extrem kompakte, gleichmäßige Mannschaft." Eine Mannschaft, die aber natürlich von so erfahrenen Spielerinnen wie Ramona Simbeck oder Anna Kovarikova getragen werden.

Etwas schwierig sei nur die Trainingsarbeit, sagt der Coach. Durch die vielen Spät- und Wochenendschichten hat der Coach oft nur zehn oder elf Spielerinnen des 16-köpfigen Kaders auf dem Parkett.

Im Pokal weiter


Die ersten Test sind aber dennoch gut gelaufen. Bezirksoberligist HC Weiden wurde mit 26:20 besiegt. In der ersten Runde des Pokals setzte sich die HSG beim TSV Röthenbach mit 20:17 durch. Am Freitag (20 Uhr) gibt es in Schwarzenfeld einen attraktiven Test. Dann kommt Bayernligist HSG Fichtelgebirge in den Sportpark. Die erste richtige Bewährungsprobe für den neuen Coach und sein Team.

Die Zusage für die HSG ist Reitmeier nicht nur wegen der guten Perspektiven bei der Handballgemeinschaft leicht gefallen. Er erinnerte sich an seine aktive Zeit. Da spielte er Anfang der 1990er Jahre drei Jahre beim damaligen TV Nabburg höherklassig. Eine schöne Zeit sei das gewesen, schwärmt er heute noch.

Die Mädels sind wahnsinnig professionell", lobt er. "Da gibts kein Murren und Meckern. Die sind voll dabei.Uli Reitmeier, der neue Trainer der Damen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld

Landesliga Nord Damen

1. Spieltag

Samstag, 17. September: TSV Winkelhaid - SG Kunstadt-Weidhausen, HC Forchheim - HSG Pleichach, HC Sulzbach-Rosenberg - ESV 27 Regensburg II, HSG Mainfranken - HSG Nabburg/Schwarzenfeld (18 Uhr), SG Schwabach/Roth - SG Regensburg, HSV Bergtheim II - Mintraching/Neutraubling; Sonntag, 18. September: TSV Lichtenau - SV Obertraubling

2. Spieltag

Samstag, 24. September: HC Sulzbach-Rosenberg - HC Forchheim, SG Kunstadt-Weidhausen - HSV Bergtheim II, ESV 27 Regensburg II - SG Mintraching/Neutraubling, HSG Pleichach - SG Schwabach/Roth, SV Obertraubling - TSV Winkelhaid, HSG Nabburg/Schwarzenfeld - TSV Lichtenau (16 Uhr)

3. Spieltag

Samstag, 1. Oktober: HC Forchheim - ESV 27 Regensburg II, Mintraching/Neutraubling- SG Kunstadt-Weidhausen, HSG Mainfranken - HSG Pleichach, SG Schwabach/Roth - HC Sulzbach-Rosenberg, TSV Winkelhaid - Nabburg/Schwarzenfeld (19 Uhr), HSV Bergtheim II - SV Obertraubling; Sonntag, 2. Oktober: TSV Lichtenau - SG Regensburg

4. Spieltag

Samstag, 8. Oktober: HC Forchheim - SG Schwabach/Roth, HC Sulzbach-Rosenberg - HSG Mainfranken, ESV 27 Regensburg II - SG Kunstadt-Weidhausen, Nabburg/Schwarzenfeld - HSV Bergtheim II (17.15 Uhr), SG Regensburg - TSV Winkelhaid; Sonntag, 9. Oktober: HSG Pleichach - TSV Lichtenau , SV Obertraubling - Mintraching/Neutraubling
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