Handball
HSG-Handballer müssen sich etwas nach hinten orientieren

Tobias Held (blaues Trikot) versucht es hier akrobatisch. Die Handballer der HSG Nabburg-Schwarzenfeld verloren dennoch gegen den Spitzenreiter aus Regensburg. Bild: ham
Sport
Schwarzenfeld
21.11.2016
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Es ging so gut los, am Ende war nichts zu holen: Die Handballer der HSG Nabburg-Schwarzenfeld kommen noch nicht so richtig auf Touren.

Nach der 24:26 Niederlage gegen den Gast aus Regensburg müssen sich die Handballer der HSG Nabburg-Schwarzenfeld in der Bezirksoberliga etwas nach unten orientieren, während die Domstädter weiterhin Spitzenreiter sind.

Gegen die Landesligareserve der Regensburger begann die HSG mit einer 5-1-Abwehr. Der groß gewachsene Armin Kiener verteidigte vorgezogen und konnte mit seiner Spannweite anfangs oft die Passwege zustellen. Erst nach 9 Minuten gelang den Gästen der erste Treffer zum 1:3. Auch im Angriffsspiel war es meist Kiener, der mit gewaltigen Würfen die Führung auf 7:4 ausbaute. In den folgenden Minuten zeigten die Gäste aber, warum sie aktuell die BOL anführen und weit vor der HSG in der Tabelle zu finden sind. Souverän spielten sie ihre Angriffsaktionen zu Ende und konnten dabei oft auf die Mithilfe der Gastgeber bauen, die plötzlich keinen Abwehrverbund mehr darstellten und große Lücken anboten. Zur Pause führten lag die HSG im Sportpark mit 10:12 zurück.

Trainer Daniel Kessler war schon zur Pause sauer: "Abwehr ist Willenssache. Und diesen Willen zeigen wir nicht. Zeigt, dass ihr gewinnen wollt und bringt im Angriff Bewegung in die Aktionen", forderte er seine Jungs zu mehr Engagement auf.

Die Spieler schienen sich die Worte gemerkt zu haben und begannen verheißungsvoll. Nach dem Ausgleich zum 14:14 legte die HSG schnell nach und führte mit 20:18. Dies sollte aber nur eine kurze Hochphase sein, die über eine sehr schwache Schlussviertelstunde nicht hinwegtäuschen kann. Denn nach dem 20:18-Treffer fing sich die HSG sieben Tore in Folge ein. "Wenn wir es erzwingen wollen, schließen wir viel zu schnell ab, ohne eine echte Torchance zu haben.", ärgerte sich Kessler über die planlosen Angriffe. Ohne wirklich zu glänzen, aber mit dem Selbstvertrauen und der Sicherheit eines Spitzenreiters, zeigten die Domstädter der HSG ihre Grenzen auf und erspielten sich beste Torchancen. Die Partie war kurz vor Schluss beim Stand von 26:21 für die Gäste bereits entschieden, ehe der HSG durch schmeichelhafte Pfiffe der Schiedsrichter noch Ergebniskosmetik gelang.

HSG-Tore: Kiener 7, Blödt 7/2, Strejc 3, Schiessl 3, Held 2, Spiller 2
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