Klar, aber nicht überzeugend
HSG-Herren besiegen HC Erlangen III

Christian Schanderl (am Ball) und seine Teamkollegen von der HSG Nabburg-Schwarzenfeld feierten gegen den HC Erlangen III einen klaren Erfolg und halten den Anschluss in der BOL. Bild: Baehnisch
Sport
Schwarzenfeld
25.01.2016
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Die Handballer der HSG Nabburg-Schwarzenfeld sind wieder in der Spur. Gegen den HC Erlangen III feierten sie einen deutlichen 30:17-Erfolg.

Gegen zahlenmäßig unterlegene Franken, die ohne Auswechselspieler angereist waren, tat sich die HSG lange sehr schwer und konnte sich erst in der zweiten Hälfte absetzen. Der am Ende doch klare 30:17-Erfolg war zwar verdient, aber sicher kein Glanzstück.

Spielermangel nicht neu


Das galt besonders für den Beginn des Spiels: Offenbar war der Spielermangel nicht neu für die dritte Mannschaft des Zweitligisten HC Erlangen, denn sie spielten das vor allem im Angriff sehr clever. Sie ließen den Ball lange laufen und hielten Abstand von der HSG-Abwehr, um Ballverluste zu vermeiden. Und wenn sie zum Wurf kamen, waren die Abschlüsse meist erfolgreich. So konnten sie nicht nur mit ihren Kräften haushalten, sondern auch das Spieltempo verschleppen. Das klappte prima, denn die HSG-Mannschaft schien das Spiel etwas zu sehr auf die leichte Schulter zu nehmen und ließ sich förmlich einschläfern. "Vermutlich hatten einige das klare Hinspielergebnis im Hinterkopf und so fehlte es an der nötigen Körperspannung", ärgerte sich Trainer Daniel Kessler über die müde Vorstellung seiner Mannschaft. Die HSG führte zwar zur Pause, dennoch war Kessler unzufrieden.

Und tatsächlich kam etwas Schwung ins Angriffsspiel und damit mehr Druck auf die HC-Abwehr. Zudem stand auch die eigene Defensive nun besser und entsprechend schnell setzte sich die HSG auf 18:11 ab. Am Ende hieß es 30:17. Doch auch die zweite Hälfte war nicht gelungen: Ein paar schön vorgetragene Spielzüge konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass es vorne immer noch viel Stückwerk war und das Zusammenspiel nicht klappte. Und so muss man den Versuch, nach zwei erfolglosen Auswärtsspielen zu Hause wieder in die Spur kommen, für gescheitert erklären. Es ist sicher nicht leicht, wenn die gegnerische Mannschaft das Spieltempo so geschickt drückt, doch die schlechte Vorstellung muss sich das Team am Ende selbst ankreiden. Schon bei der OG Erlangen nächste Woche muss die Mannschaft sicherlich mehr bieten.

HSG-Tore: Blödt 6/3, Held 4, Kiener 4, Fenchl 3, Kübler 3, Schießl 3, Spiller 2, J. Strejc 2, Forster 1, Schanderl 1, Ziereis 1
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