Angler bilanzieren 2015
Fast 70 Zentner Fische

Geduld gehört beim Angeln einfach dazu. Archiv-Bild: ade
Vermischtes
Schwarzenfeld
09.02.2016
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Die Sportangler würden gerne ein kleines Gebäude für ihre Gerätschaften bauen, und zwar nahe der Tennishalle auf dem Sportparkgelände. Es gab schon Aussagen dazu vonseiten des Rathauses. Aber entsprechende Nachfragen bei der Angler-Hauptversammlung liefen ins Leere.

Grund für die mangelnde Informationsmöglichkeit der Angler war das Fehlen eines Bürgermeisters bei der Zusammenkunft der Petrijünger. So musste das Wort des Vorsitzenden Rudi Lindner gelten, der den 180 Anwesenden von einer möglichen Bereitstellung eines Grundstücks berichtete.

Noch mehr als die fehlende Unterstell-Gelegenheit für die Gerätschaften beschäftigt die Angler der fresslustige, aus der Luft jagende Kormoran, der am Fischbesatz enormen Schaden anrichtet. "Es gibt mittlerweile eine Reihe mehrerer großer Brutplätze in unserer Region", sagte Lindner. Vom Fischsterben blieb der Verein weitgehend verschont.

Höhepunkt im Vereinsjahr war das über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte Anglerfest. Lindner dankte in diesem Zusammenhang seinem Stellvertreter Jürgen Müller und dem gesamten Team für die Organisation dieser Großveranstaltung. Lindner erinnerte daran, dass die Jagdhornbläser mit ihrem Landkreis-Bläsertreffen beim Fischerfest präsent waren - beides eingebunden in die 1000-Jahr-Feier des Marktes. "Nicht nur die Instrumente der Jagdhornbläser glänzten damals, auch der Massenchor aus neun Bläsergruppen mit 150 Bläsern aus dem Landkreis bescherte im Schlosspark eine beeindruckende Leistung.

Teilgenommen haben die Sportangler mit einem Festwagen, der ausgestattet war mit alten Angelgeräten und Netzen, am Historischen Festzug. "Die Vorbereitung und der Aufwand haben sich gelohnt", zeigte sich Lindner überzeugt. Er sprach noch von verschiedenen vereinsinterne Festen und von einer Biologiestunde für die vierte Schulklasse mit dem Thema "Angler machen Schule".

Ein bisschen Statistik gab es auch: Um allen Anglern das Fangen von Fischen zu ermöglichen, wurden für Besatz 13 800 Euro, für den Aalbesatz 1500 Euro investiert. Der Mitgliederstand beträgt nach zwei Austritten, drei Sterbefällen, sowie vier Neuaufnahmen und den Übertritten von 9 Jugendlichen zu den Aktiven 227 Aktivangler, 106 passive Mitglieder und 31 Jugendliche.

Geschäftsführer Roland Hintermeier berichtete von einem aufstrebenden Verein und erwähnte besonders die großen Posten Pacht und Besatz. "Wir schwimmen aber dennoch obenauf mit unserem Jahresumsatz von 200 000", betonte er.

Jugendleiter Franz Lotter bezeichnete das Zeltlager beim Ferienprogramm der Gemeinde auf der Meßmann-Wiese als einen Höhepunkt im Jahresprogramm. Beim An- und Abfischen, dem Königsfischen oder bei Natur pflegerischen Maßnahmen sind die Jungangler mit großen Interesse dabei. "Es war ein zufriedenstellendes Angel-Jahr mit einem Ergebnis von 300 Kilogramm Fisch für die erfolgreichen Jungangler", schloss Lotter.

Lindner konnte nach sechs Schulungstagen und anschließender Prüfung Alexander Eckl, Christian Butz, Quirin Roderer und Michael Bauer der Versammlung als Fischereiaufseher vorstellen. "Es sind jetzt 14, die das Recht haben, zu kontrollieren."

Über die Fangquoten des vergangenen Jahres berichtete Hans-Jürgen Wagner, der von 3399,4 Kilogramm Fisch der verschiedensten Arten sprach, die aus dem Fluss oder Weiher geangelt wurden. Das entspreche einem Durchschnittsergebnis von 26,35 Kilogramm für jeden erfolgreichen Angler. Den Löwenanteil machten Karpfen aus mit 1709,5 Kilogramm. Brachsen wurden 489,3 Kilogramm, Hechte 446,3 Kilogramm geangelt.
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