Anwohner einer Ortsstraße fühlen sich in ihrer Nachtruhe gestört - Fall geht nach Regensburg ...
Lärm wird gerichtsmassig

Dass die Anwohner über den Lärm verärgert sind, der von den wartenden Lastwagen ausgeht, die am Milchwerk anliefern, ist nichts Neues. Aber jetzt ist eine entsprechende juristische Klage vom Landgericht Amberg an das Verwaltungsgericht in Regensburg verwiesen worden. Bei einer möglichen Verhandlung werden Markt und Unternehmen vermutlich darauf hinweisen, dass mit weitreichenden Halteverboten und eigenen Lkw-Parkplätzen (Bild) die Lage seit geraumer Zeit entspannt werden soll. Bild: Dobler
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Schwarzenfeld
06.09.2016
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Amberg/Schwarzenfeld. Die Sache nervt. Vor dem Landgericht Amberg haben jetzt Anwohner wegen der nahe gelegenen Max-Planck-Straße in Schwarzenfeld-Kögl geklagt - auf Abstellung des Lärms, der durch Lastzüge verursacht wird, die den benachbarten Molkereibetrieb beliefern. Eine Entscheidung aber gab es nicht.

Die beim Landgericht vorliegende Klage, eingereicht durch Anwohner, richtete sich gegen den Markt Schwarzenfeld Sie lautete auf Unterlassung. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung standen, wie LG-Sprecher Uli Hübner auf Anfrage mitteilte, Lastzüge, die den Molkereibetrieb beliefern und auf der Max-Planck-Straße gegenüber vom Ortsteil Kögl oft über Stunden hinweg stehen. Diese Lastzüge verursachen Lärm. Auch beim Parken am Fahrbahnrand, wie Hübner wissen ließ. "Denn dann laufen Kühlaggregate, die wegen der Fracht notwendig sind", fügte der Richter hinzu. Hübner selbst hatte die Verhandlung geführt und dabei nach seinen Worten erfahren, dass die Belästigung bei Nacht äußerst störend ist.

Andererseits hörte er aber auch, dass die Fahrer Ruhepausen einhalten müssen und die Verwaltung der Marktgemeinde unterdessen entsprechende Parkverbotsanordnungen getroffen habe. "Sie werden aber", ließ Uli Hübner auf Anfrage wissen, "oftmals ignoriert." Dies geschehe auch unter Hinnahme von Verwarnungsgeldern. "Der Zustand ändert sich dadurch nicht."

Das Thema "Max-Planck-Straße" hatte den Schwarzenfelder Marktgemeinderat bereits beschäftigt, als Anwohner sich darüber beschwerten, dass es dort für wartende Lastwagenfahrer keinerlei Toiletten gebe und sich deswegen die Brummi-Chauffeure quasi im Freien erleichtern müssen. In der gleichen Sitzung war die Rede auch auf den Lärm gekommen, den die Fahrzeuge verursachen.

Was kann getan werden, um den Anwohnern ihre Nachtruhe zu garantieren? "Schwierige Frage", räumte LG-Sprecher Hübner ein. In seiner Eigenschaft als Zivilrichter, der über die Sache zu befinden hatte, hielt er das Landgericht für nicht zur Entscheidung zuständig. Hübner verwies die Kläger deshalb an das Verwaltungsgericht in Regensburg.
Weitere Beiträge zu den Themen: Molkerei (3)Max-Planck-Straße (1)
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