„Batata Bavaria“ als Gemüse des Jahres
Süßkartoffel startet Karriere

"Batata Bavaria - die süße Knolle" lautet der Name für die Süßkartoffel. Angeboten wird in den Gärtnereien die Sorte "Evangeline" (Foto).
Vermischtes
Schwarzenfeld
24.05.2016
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Der Süßkartoffel werden eine ganze Reihe positiver Einflüsse auf die Gesundheit zugeschrieben, denn sie ist ungewöhnlich reich an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralien. Das enthaltene Kalium soll den Blutdruck regulieren und die Muskeln stärken. Kein Wunder also, dass dieses Gemüse eine ganz besondere Auszeichnung erhielt.

Die Süßkartoffel ist auch eine Quelle für Kohlenhydrate - insbesondere für Menschen, die Probleme mit dem Blutzuckerspiegel haben. Da sie viel natürliche Folsäure enthält, wird sie ausdrücklich für die Ernährung von Schwangeren empfohlen. So wurde "Batata Bavaria" von den bayerischen Gärtnern zum Gemüse des Jahres 2016 gewählt.

Die Süßkartoffel (lat. Ipomoea) ist eine besondere Knolle. Nicht ohne Grund schätzen Sterneköche sie schon lange, denn sie ist vielseitig wie kaum ein anderes Gemüse und lässt sich auf die verschiedensten Arten zubereiten.

Mit der klassischen Kartoffel ist die Süßkartoffel nicht verwandt - sie gehört zur Familie der Windengewächse. Ihre langen Triebe und das herzförmige Laub lassen es erkennen. Gefällt ihr der Standort und sie bekommt genügend Wärme, dann wächst sie rasch und gefällt mit üppigem Laub. Deshalb hielt die Süßkartoffel zunächst als Zierpflanze in die Gärten Einzug - als Blattschmuckpflanze mit maigrünen, mahagoniroten oder bronzefarbenen Blättern.

Auch roh zu essen


Im Gegensatz zu diesen Ziersorten liefern die neuen Ertragssorten auch gesunde und süße Knollen, die in der Küche roh, gekocht, gebacken oder gebraten verwendet werden können. Auch in kleinen Gärten, auf Balkonen oder im Hochbeet bringt die Süßkartoffelpflanze gute Erträge. Mit ihrem üppigen Laub und den kleinen lilafarbigen Blüten sehen die Pflanzen zudem dekorativ aus.

Vom Bayerischen Gärtnereiverband war Bezirksvorsitzender Bernd Fischer (Burglengenfeld) nach Schwarzenfeld gekommen, wo die tolle Knolle "getauft" wurde. Ort der Aktion war die Gärtnerei Ziereis, Am Langen Graben, als "Taufpate" fungierte Bürgermeister Manfred Rodde. Ihm zur Seite standen Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier und der stellvertretende Landrat, Landtagsabgeordneter Joachim Hanisch, die sich von dem "weitgehend fremden Gemüse" angetan zeigten.

"Schmackhaftes Gemüse selbst anbauen - das ist der Wunsch vieler Verbraucher. Und das geht heute, dank geeigneter Gemüsesorten, ohne Probleme - selbst wenn man nur einen Balkon besitzt", versicherte Pflanzenbaufachmann Josef Hofbauer vom Landwirtschaftsamt in Fürth.

Die bayerischen Einzelhandelsgärtnereien möchten die Verbraucher bei diesem Vorhaben unterstützen. Mit den nötigen Informationen, der passenden Erde und Gerätschaften, vor allem aber mit Pflanzen, die dem Kunden tatsächlich zu schmackhaftem und vitaminreichem Naschgemüse verhelfen. "Denn hier kommt es sehr auf die richtige Sorte und gesunde Jungpflanzen an", betonte Bezirksvorsitzender Fischer.

Aus diesem Grund präsentieren die bayerischen Gärtner seit 2015 ein "Bayerisches Gemüse des Jahres". Das Gemüse wird von einer Expertenjury ausgewählt und in regionalen Gärtnereien angezogen. Die Kunden erhalten mit den Pflanzen Informationen zum Anbau und abwechslungsreiche Rezepte für die Zubereitung.
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