Erster Wildlebensraumtag im Landkreis - Landwirte sollen der Natur zu einer Vielfalt an Tieren ...
Zum ersten Mal ein Wildlebensraumtag

Wildlebensraumberater Balduin Schönberger, Landrat Thomas Ebeling und Landwirtschaftsdirektor Konrad Gold (von links) forderten beim Wildlebensraumtag die Netzwerk-Partner auf, die Kräfte für den Erhalt der Artenvielfalt zu bündeln. Bild: rid
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Schwarzenfeld
22.03.2016
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Balduin Schönberger ist Wildlebensraumberater am Fachzentrum für Agrarökologie des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Amberg und in dieser Funktion seit Januar 2015 Ansprechpartner für die Landwirte, Jäger und Jagdgenossen in der ganzen Oberpfalz. Seine Aufgabe ist es, Lebensräume für Wildtiere in der Agrarlandschaft zu erhalten und zu verbessern.

Wie er dieses Ziel erreichen will, erklärte der Agrarökonom beim ersten Wildlebensraumtag am Samstag im Jugendheim in Schwarzenfeld. Balduin Schönberger plant "ein Netzwerk für den Artenschutz", bestehend aus Landwirten, Jägern, Natur- und Vogelschützern und den Imkern. "Wir müssen unser Know-how bündeln und gemeinsam etwas gegen den Artenschwund unternehmen", appellierte der Berater an die Teilnehmer aus der gesamten Oberpfalz.

Der gegenseitige Informationsaustausch liegt Balduin Schönberger besonders am Herzen. Die Landwirte sollen wissen, "wann die Bienen die Blüten brauchen und unter welchen Bedingungen der Stieglitz (Vogel des Jahres 2016) überleben kann". Der Wildlebensraumberater wünscht sich in der freien Natur eine bunte Vielfalt von Pflanzen und Tieren und fordert die Landwirte auf, dafür die Voraussetzungen zu schaffen. Den Jägern komme die Aufgabe zu, die Population der Nesträuber Fuchs, Marder und Waschbären einzudämmen. Zu deren Bejagung fordert er ein Prädatoren-Management.

Das Motto der Tagung war: "Lebensräume verbessern - Wildtiere fördern - Menschen und Natur verbinden". "Der Schlüssel zum Miteinander" liegt für Balduin Schönberger an den Feldrändern und wenig ertragreichen Ackergrenzen am Waldrand. Blühflächen, Hecken und wilde Winterbegrünung könnten dort als Biotope entstehen und den Wildtieren dienen. Der Landwirt könne mit einfachen Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen. Zu seinen Aufgaben zählt Balduin Schönberger deshalb auch die Information über Förderprogramme für Pflegemaßnahmen. Er ist so zu erreichen: Telefon 0 96 21 / 602 41 03 und E-Mail an Balduin.Schoenberger@aelf-am.bayern.de.

"In Bayern gehört Schützen und Nutzen zusammen", betonte MdL Alexander Flierl. Der CSU-Politiker und passionierte Jäger warb für den "bayerischen Weg des freiwilligen Miteinanders". Auch Direktor Konrad Gold vom Landwirtschaftsamt Regensburg warb um gegenseitiges Verständnis der Netzwerk-Partner und warnte davor, die Fehler immer nur bei den anderen zu suchen. Er informierte über die Möglichkeiten staatlicher Förderung zum Erhalt von Wildlebensräumen.
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