Fischereiverband Oberpfalz tagt
Suche nach neuem Domizil

Professor Dr. Albert Göttle.
Vermischtes
Schwarzenfeld
19.04.2016
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Das Gasthaus "Zum Kellerwirt" könnte die neue Geschäftsstelle des Oberpfälzer Fischereiverbandes werden. Die Entscheidung fällt nächste Woche. Bilder: ral (2)

Im Restaurant Miesberg trafen sich die Mitglieder des Fischereiverbandes Oberpfalz zur Generalversammlung. Dabei wurde über das Fischereiwesen in der Oberpfalz berichtet und über eine neue Geschäftsstelle gesprochen.

Volker Liedtke berichtete in seiner Eigenschaft als Fischereibeauftragter des Bezirks Oberpfalz vom Bezirkstag, der Dachorganisation aller sieben bayerischen Regierungsbezirke. Dort stand vor zwei Wochen das Thema Fischerei auf der Tagesordnung.

Der stellvertretende Landrat des Landkreises, Jakob Scharf, drückte seine Freude darüber aus, dass diese Versammlung im Herzen des Landkreises Schwandorf stattfindet. Der Landkreis sei sehr fischreich. Er dankte den Fischern, ob Berufsfischern oder Anglern, für deren Einsatz für die Umwelt und den Erhalt der Kulturlandschaft im Gewässerbereich. Bürgermeister Manfred Rodde betonte, in Schwarzenfeld habe die Teichwirtschaft und Fischerei eine große Bedeutung, was sich am Wappen zeige, das einen Schwarzenfelder Spiegelkarpfen beinhalte.

Der Vorsitzende des Bayerischen Fischereiverbandes, Professor Dr. Albert Göttle, sprach sich gegen einen totalen Verzicht auf Befischung der öffentlichen Gewässer aus. Dies wäre das Ende der Kulturlandschaft.

Fast 19 000 Mitglieder


Bezirksvorsitzender Luitpold Edenhart bezifferte den Mitgliederstand auf 18 637 (2014: 17 876). Das sind 16 726 Erwachsene in 86 Vereinen und Genossenschaften und 1709 Jugendliche, 36 Erwerbs- und Nebenerwerbsfischer und Einzelmitglieder, sowie neun Genossenschaften. Im Oktober fanden ein Fachvortrag durch Vertreter des Wasserwirtschaftsämter Regensburg und Weiden sowie der Fachberatung für Fischerei des Bezirkes Oberpfalz und ein konstruktives Gespräch mit Vertretern von Vereinen des Fischereiverbandes statt. Bei diesem Gespräch ging es insbesondere darum, den Vertretern der Wasserwirtschaft Wünsche und Anregungen der Vereine für ihre Gewässer zu unterbreiten. Probleme bereiten den Fischern nach wie vor Kormoran und zunehmend auch Fischotter. "Hier müssen einvernehmliche Lösungen gefunden werden, um die Fischerei nicht ganz zu zerstören", forderte Edenhart. Gerade in der Berufsfischerei gefährde der Kormoran Existenzen.

In Sachen Jugendarbeit tue sich einiges. Dabei werde vor allem durch die Jugendleiter in den einzelnen Fischereivereinen hervorragende Arbeit geleistet. Eine gute Teilnahme gab es bei der Kür des Jungfischerkönigs. Rückläufig sei der Castingsport. Einen breiten Raum bei den Fischereivereinen und Genossenschaften nahm die Hegepflicht ein. Es wurde alles getan, um die Fischbestände mit entsprechendem Besatz zu erhalten und zu fördern.

Edenhart trug auch vor, dass der Verband auf der Suche nach einer neuen Geschäftsstelle ist. "Die jetzige Geschäftsstelle in Regensburg ist zu klein geworden." Allerdings hat es sich als schwierig heraus gestellt, in Regensburg etwas Geeignetes kaufen zu können; die Kosten belaufen sich auf 400 000 Euro.

Option "Kellerwirt"


In Schwarzenfeld würde sich mit der Gaststätte "Kellerwirt" die Möglichkeit bieten, sie für 150 000 Euro von der Gemeinde zu erwerben. Das Gelände hat 2300 Quadratmeter, mit einem Gebäude, das über eine neue Heizung verfügt, sowie einem Nebengebäude aus Holz. Im Vorfeld wurde mit dem Registergericht geklärt, dass der Sitz des Verbandes nach wie vor Regensburg ist, auch wenn die Geschäftsstelle verlegt werden würde. Die Mitglieder waren nun aufgefordert es zu diskutieren. Die Teilnehmer aus der südlichen Oberpfalz sind für eine Beibehaltung der Geschäftsstelle in Regensburg. Eine endgültige Entscheidung trifft der Beirat am 26. April.
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