Geistliche Impulse im Radio

Die evangelische Theologin Romy Köppen, die früher als Klinikseelsorgerin in München arbeitete, lebt seit fast einem Jahr wieder in Schwarzenfeld. Nicht abgebrochen sind durch den Umzug die guten Kontakte zum Radio, so dass sie ab Montag wieder auf "Antenne Bayern" zu hören sein wird. Bild: Dobler
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Schwarzenfeld
18.06.2016
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Die Hälfte aller Bayern schaltet regelmäßig einen Privatradiosender ein. Die kurze Nacht-Sendung "Nachgedacht" auf Antenne Bayern wird beispielsweise von rund 180 000 Menschen gehört. Eine der Autorinnen ist eine Schwarzenfelderin - Romy Köppen.

Radioandachten sind in der Regel kurz. Sie wollen in wenigen Sätzen beraten und trösten, Antworten in Frage stellen, den erhobenen Zeigefinger unten lassen und nicht im Kirchendeutsch reden, christlich nachdenken, Hilfe im Alltag leisten und einfach sein - aber nicht banal. Das ist eine schwierige Kunst, auf die sich nicht viele verstehen. Eine davon ist Romy Köppen (61), eine evangelische Theologin.

Vor rund 20 Jahren ist die Schwarzenfelderin zum Team der Evangelischen Funkagentur dazugestoßen, das die Sendungen für den Rundfunk produziert. "In 90 Sekunden beleuchten die katholische und evangelische Kirchenredaktion in 'Nachgedacht' ein aktuelles Thema aus dem Alltag, das dem Hörer den Anstoß geben soll, sein eigenes Handeln und Denken zu hinterfragen", sagt sie. Die bevorstehende Serie von fünf Sendungen mit geistlichen Impulsen wurden am zurückliegenden Montag aufgenommen. Die Themen sind freigestellt. "Weil am nächsten Montag der Welt-Flüchtlingstag ist habe ich die Geschichte von Hagar aus dem Alten Testament zur Grundlage genommen", erzählt die Theologin und präzisiert: "Hagar bedeutet nämlich die Fremde". Und so wird es in der Sendung unter anderem heißen: "Demütigungen lassen Hagar, die Fremde, verzweifelt fliehen. Und wie viele Flüchtlinge wird sie gefragt: Wo kommst du her, wo gehst du hin? Sicher eine der wichtigsten Fragen unseres Lebens, die jeden von uns tief innen bewegen."

Lebenserfahrung für diese Aufgabe im Rundfunk hat Romy Köppen bei ihrer Arbeit als Krankenhauspfarrerin in München sammeln können. Viele Jahre war sie dort im Einsatz, bis sie vor etwa einem Jahr nach Schwarzenfeld zog, um im Markt ihren Ruhestand zu verbringen.

Den Ort kennt sie aus ihrer Jugend. Sie war das 25. Kind, das in der Schwarzenfelder Christuskirche getauft wurde, erzählte sie einmal anlässlich des Kirchenjubiläums vor drei Jahren, und sie hat in diesem Gotteshaus zu einem tiefen Glauben gefunden. Überdies ist sie die erste evangelische Pfarrerin überhaupt, die aus der kleinen Kirchengemeinde Schwarzenfeld stammt. Ab nächstem Montag hat sie eine Woche lang wieder ein großes Publikum.

Sendezeit"Nachgedacht" auf Antenne Bayern läuft von Montag bis Donnerstag sowie am Sonntag um 21.57 Uhr.
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