Gratulationreigen für die Wehr

Mandatsträger aus Politik und Feuerwehrspitze vergaben beim Kommersabend zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. Funktionsträger der Jubelwehr, der Schirmherr und die Fahnenmutter gratulierten den Jubilaren. Bild: mab
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Schwarzenfeld
20.06.2016
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Mit einem "Kommers," also einer Feier mit Festrede und Ehrungen, eröffnete die Freiwillige Feuerwehr Schwarzenfeld den Veranstaltungsreigen zum 150-jährigen Jubiläum. Dass zahlreiche Festgäste aus Wirtschaft, Politik und natürlich der Feuerwehrspitze des Landkreises anwesend waren, versteht sich von selbst.

Vorsitzender Andreas Obermeier kam in seiner Begrüßung auf die vielfältigen Aufgaben der Wehr zu sprechen, von denen der Einsatz bei Brandfällen in den Hintergrund gerückt ist. Dabei stellte er Leistung und verantwortungsvolles Vermächtnis früherer Feuerwehrgenerationen als beispielhaft vorgelebten Dienst am Nächsten in den Mittelpunkt seiner Ausführungen.

Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch sprach den Dank und die Glückwünsche des Landkreises zum großen Geburtstag aus. "Großartige Vorbilder sind nicht wie aktuell in den großen Fußballstars zu suchen, sondern bei Hilfsorganisationen wie sie auch die Feuerwehr ist", zeigte sich Hanisch überzeugt.

"Als den obersten Herrn" bat Vorstand Andreas Obermeier Bürgermeister Manfred Rodde zum Grußwort, was durch das Marktoberhaupte gleich dahin gehend korrigiert wurde, dass dieser wohl "etwas weiter oben" zu finden sei. "Ihr seid ein Glücksfall für Schwarzenfeld" fasste Rodde Ausbildungsstand, Kameradschaft und Einsatzbereitschaft zusammen. Mit einem neuen Feuerwehrhaus, mit der Anschaffung eines Löschfahrzeuges und Zuwendungen bei Bedarf unterstützen Markträte und Verwaltung den Dienst am Hilfesuchenden, zeigte der Bürgermeister das Engagement der Gemeinde auf.

"Mehr als eure Pflicht"


Kreisbrandrat Robert Heinfling zeichnete einprägsam das Bild der Feuerwehren allgemein und der Jubelwehr im Besonderen auf: "Ihr seid da, wenn andere Hilfe brauchen und damit ein starkes Glied in der Kette der Hilfsorganisationen." Auch Schirmherr René Guhl lobte die Schwarzenfelder Wehr "Ihr tut mehr als eure Pflicht" und bemerkte zu seinem Amt als Schirmherr, dass er beim Fest gerne auf seinen Schirm verzichten würde.

Selbst früher im Dienst beim Angriffstrupp der Freiwilligen Feuerwehr in ihrer Heimat Ettmannsdorf aktiv, weiß "Festmutti" - wie sie sich selbst bezeichnet - Gabi Wittleben, was den Dienst in Rettung und Hilfe ausmacht. Sie zollte sie den Frauen und Männern der Wehr Respekt. "Ich danke Gott, dass es die Feuerwehr gibt ", versicherte sie. "Wir wünschen euch gutes Wetter, der Festmutter Ruhe und Gelassenheit und freuen uns über die Ehre, Patenverein für die Schwarzenfelder zu sein," brachte Feuerwehrvorstand Thomas Wilhelm vom Patenverein Schmidgaden auf den Punkt, was von Nöten ist.

Ausführlich und mit vielen Anekdoten gespickt, blickte Feuerwehrchronist Rudi Mehrl auf diverse Ereignisse in 150 Jahren Schwarzenfelder Feuerwehr zurück und unterlegte seine Ausführungen mit entsprechendem Bildmaterial. Insbesondere gesellschaftliche Zusammenkünfte, angefangen vom früher legendären Feuerwehrball bis hin zur Teilnahme an aktuellen Festen wie Weihnachtsmarkt oder Marktjubiläum, standen dabei im Blickwinkel. Im Jahr 1974 als Feuerwehrkapelle gegründet, hat auch die heutige Musikkapelle Schwarzenfeld ihren Ursprung bei der Wehr, informierte Mehrl am Rande. 1978 wurde daraus die Jugendblaskapelle. Allgemeine Heiterkeit hatte der Hinweis auf die Entstehung und Restaurierung der alten Fahne von 1879 zur Folge, die von den "Frauen und Jungfrauen des Marktes" gewidmet wurde.

AuszeichnungenMit Auszeichnungen und Ehrungen wurden Verdienste und langjährige Mitgliedschaften durch Überreichung von Urkunden und Anstecknadeln gewürdigt:

Staatliche Ehrungen für aktiven Dienst:

Markus Forster, Günther Karl, Andreas Obermeier, und Andreas Peter (25 Jahre).

Hans Weidner und Gerhard Schmid (40 Jahre).

Besondere Ehrungen erfuhren mit dem Ehrenkreuz vom Feuerwehrverband in Silber Enrico Schüller sowie Michael und Thomas Hutz.

Die Ehrennadel in Silber erhielt Christa Schatz, die sich seit 40 Jahren in der VG um die Belange der Feuerwehr kümmert.

Für langjährige Mitglieder

Fördernd und langjährig unterstützt wird die Jubelwehr seit 25 Jahren durch Karl-Heinz Dausch, Rolf Görner, Gerhard Graf, Manfred Rodde, Josef Hanauer, Peter Pleier, Johann Schatz und Josef Riedler. Sie erhielten die Vereinsnadel in Silber.

Mit der Vereinsnadel in Gold und damit für 40 Jahre, wurde die passive Mitgliedschaft von Walter Liegl, Karl-Heinz Birner, Franz Fischer, Michael Niederalt und Franz Stoffl gewürdigt.

Seit 50 Jahren halten der Feuerwehr als Mitglied die Treue Luitpold Lindner und Johann Ziereis. (mab)


Ihr seid da, wenn andere Hilfe brauchen und damit ein starkes Glied in der Kette der Hilfsorganisationen.Kreisbrandrat Robert Heinfling
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