Haushaltsplan 2016 der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld
Weniger Umlage nötig

Vermischtes
Schwarzenfeld
26.01.2016
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Virtualisierung spart Platz und Energie, muss aber im Rathaus derzeit mit einer Anschubfinanzierung erneuert werden. Die Idee dahinter: Innerhalb der Virtualisierungssoftware lassen sich verschiedene Betriebssysteme oder Server auf einem PC einrichten und betreiben. Bild: Tietz

"Die Zahlen passen", resümierte Vorsitzender Rodde nach der Vorstellung des Haushaltsplanes 2016 der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld. Die Verwaltungsumlage vermindert sich im Vergleich zum Vorjahr um annähernd fünf Prozent. Es ging bei der Sitzung auch um das neue Zauberwort "Virtualisierung".

Ein Antrag der Fraktionsgemeinschaft "Freie Wähler" vom 18. Januar 2016 zur Ausstattung des Trauzimmers ist formell in mehrfacher Hinsicht unzulässig. Unter Punkt "Verschiedenes" hatte Gemeinschaftsvorsitzender Manfred Rodde diesen Antrag vorab bekannt gegeben. Laut Geschäftsordnung in der Beschlussfassung vom 3. Juni 2014, so der Sitzungsleiter, sei dieser Antrag formell in mehrfacher Hinsicht nicht unzulässig, denn er ging verspätet ein.

Die beantragte Ausstattung fällt außerdem aufgrund der zu erwartenden Kosten in den Zuständigkeitsbereich des Gemeinschaftsvorsitzenden. Und schließlich gibt es in der Gemeinschaftsversammlung keine Fraktionsgemeinschaft "Freie Wähler". Gleichwohl wird der Vorschlag als Anregung zur Kenntnis genommen. Der Zeitpunkt der Erneuerung ist vom weiteren Vorgehen der Rathaussanierung abhängig.

Nach Eröffnung der Sitzung der Gemeinschaftsversammlung durch Bürgermeister Manfred Rodde leitete Kämmerer Thomas Krapf seine Erläuterungen mit folgender Anmerkung ein: "Die Rücklagen werden auf ein normales Maß abgebaut." Der Zuschussbedarf für den vorwiegend umlagefinanzierten Haushalt 2016 liegt bei insgesamt 2 434 650 Euro (weniger um 119 000 Euro; -4,7 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr: Die Personalkosten verringerten sich und vom Vermögenshaushalt wurden zum Verwaltungshaushalt im schulischen Bereich 50 000 Euro zugeführt.

Nach Einwohnern


Die Verwaltungsumlage für den außerschulischen Bereich wird auf die Mitgliedsgemeinden nach Einwohnerzahlen aufgeteilt. Diese ist vorläufig, da die amtlichen Einwohnerzahlen von 2015 noch fehlen. Nach ihrem Vorliegen erfolgt die Neuberechnung.

Folgende Umlage je Kommune ergibt sich 2016 (in Klammer die Werte von 2015): Schwarzach 1467 Einwohner 260 502 Euro (272 754). Schwarzenfeld 6255 Einwohner 1 206 621 Euro (1 250 385). Stulln 1668 Einwohner 298 228 Euro (306 061). Die Pro-Kopf-Umlage beträgt für Schwarzach und Stulln jeweils 185 Euro. Aufgrund der Vorwegleistung von fünf Prozent berappt Schwarzenfeld 199 Euro.

Rückläufige Schülerzahlen


Im schulischen Bereich wird die Verwaltungsumlage in Höhe von 669 300 Euro im Verhältnis zu den Schülerzahlen der drei Mitgliedsgemeinden berechnet. Gemeinde Schwarzach 63 Schüler (-12 zum Vorjahr) 94 968 Euro (115 446). Markt Schwarzenfeld 301 (+2) 453 737 Euro (460 244), Stulln 80 (-17) 120 595 Euro (149 310). Als Pro-Kopf-Umlage ergibt sich 1507 Euro (1539). Trotz der rückläufigen Schülerzahlen der Mitgliedsgemeinden konnte durch eine Rücklageentnahme und einer Zuführung zum Verwaltungshaushalt (VwHH) im schulischen Bereich die Umlage je Schüler stabil gehalten werden, merkte der Kämmerer an.

Als weitere Einnahmen sind unter anderem festzuhalten: Erstattung von Ausgaben des VwHH vom Land 6 500, von Gemeinden und Landkreis 841 500, von der Karl-Knab-Stiftung und Sonstiges 3 500, sowie Zuweisungen und Zuschüsse vom Land 103 000 Euro. Bei den Ausgaben des VwHH verschlingen die Personalkosten mit 1 961 050 Euro (2 035 950) - nach einem überdurchschnittlichen Anstieg im Vorjahr von rund 13 Prozent beträgt der Rückgang 3,7 Prozent - und der Verwaltungs-/Betriebsaufwand mit 1 002 500 Euro (1 014 650) den Löwenanteil.

Die Einnahmen im Vermögenshaushalt setzen sich aus Entnahmen aus den Rücklagen - außerschulisch 65 000 sowie schulisch 94 000 - und den Investitionsumlagen von den Gemeinden in Höhe von 47 000 Euro zusammen. Die Maßnahmen außerschulisch summieren sich auf 112 000 - größtenteils für die Beschaffungen der EDV-Umgebung in der Verwaltung - und schulisch auf 44 000 Euro für die Komplettausstattung einiger Klassenzimmer und den Erwerb von Dokumenten-Kameras. Die Rücklagen betragen außerschulisch 15 480 und schulisch 105 973 Euro, insgesamt also 121 453 Euro.

Etat genehmigt


Der Haushaltsplan 2016 mit den festgesetzten Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt mit 3 014 200 Euro sowie im Vermögenshaushalt mit 206 000 Euro erhielt das einstimmige Votum.

Die Virtualisierungs-Umgebung der EDV-Anlage der Geschäftsstelle wird umgestellt. Detailliert zeigte der Systemadministrator der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld, Alexander Schmid, die Notwendigkeit, das Konzept und die Kostenschätzung auf. Virtualisierung kann zu erheblicher Hardware-Einsparung führen und hat, bei richtiger Nutzung, einen deutlich-positiven Umwelteffekt.

Der Finanzaufwand für die neuen Server beläuft sich auf 80 000 Euro. Damit ist die Verwaltung für die nächsten fünf bis sechs Jahre auf die Zukunft ausreichend vorbereitet, konstatierte abschließend der Fachmann. Die Firma Komuna wird mit der Erstellung der Leistungsverzeichnisse, der Auswertung und der Umsetzung beauftragt.

Neuer Standesbeamter


Die Bestellung von Zweiten Bürgermeister Franz Grabinger, Gemeinde Schwarzach, zum Standesbeamten mit Wirkung vom 1. Februar 2016 gilt für die laufende Amtszeit. Der Aufgabenbereich beschränkt sich auf die Vornahme von Eheschließungen und Begründungen von Lebenspartnergemeinschaften.
Weitere Beiträge zu den Themen: Verwaltungsgemeinschaft (20)Haushalt 2016 (43)
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