Im Süden weniger Hürden
Neuer Bebauungsplan rechtskräftig

Bild: Hartl
Vermischtes
Schwarzenfeld
30.03.2016
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Anders als beim Thema "Reichsheimstättensiedlung" fanden die Markträte beim Bebauungsplan "Schwarzenfeld Süd" zu einem Konsens. Jetzt brechen für dieses Viertel neue Zeiten an - baurechtlich gesehen.

Die generelle Überarbeitung des Bebauungsplans "Schwarzenfeld Süd" ist eine Idee aus dem Spätsommer des Jahres 2014. Damals hatte sich der Marktrat erstmals damit beschäftigt, denn man war der Meinung, der bisherige Bebauungsplan passe nicht mehr mit modernen Ansprüchen von Bauherren zusammen.

"Schwarzenfeld Süd" umfasst das Gebiet zwischen dem Deiselkühner Weg und der Morgenlandstraße. "In der Vergangenheit gab es bereits 26 Änderungen", informierte der Bürgermeister - und dass sich so eine Überarbeitung rentierten könne. Immerhin finden sich dort 26 unbebaute Parzellen, die auf diese Weise noch attraktiver würden.

Für zeitgemäße Architektur


Ziel der Umplanung war das möglich Machen von zeitgemäßer Architektur und energiesparender Bauweise. Die Festsetzungen zu Dachgauben und Zwerggiebeln wurden im Sinne von zusätzliche Wohnraum in Dachgeschossen großzügig überarbeitet. "Die Festsetzungen sollen so großzügig wie möglich ausgestaltet und möglichst auf das Mindestmaß eines qualifizierten Bebauungsplans beschränkt werden", entschied der Marktrat Ende 2014 dann einstimmig.

Im Januar 2016 kam das Thema erneut in den Marktrat, Planer Thomas Wein meldete Vollzug. Aber es gab ein Problem, das zu einer bürokratischen "Ehrenrunde" der Neufassung führte. Es lag nämlich ein Entwurf von Wein vor, der bereits öffentlich ausgelegen war. Als problematisch stellte sich allerdings heraus, dass für das gesamte Planungsgebiet eine Geschossflächenzahl (GFZ) von 0,5 festgesetzt wurde. Eine Kontrolle des Entwurfs durch die Verwaltung hatte das ergeben. Wenn man aber die GFZ 0,5 beibehält, würde das neue Beiträge der Anwohner für die Wasserversorgung nach sich ziehen.

So musste in den Plan erst eine neue GFZ-Maßgabe eingearbeitet und er noch einmal öffentlich ausgelegt werden. Das war mit "Ehrenrunde" gemeint, von der der Bürgermeister gesprochen hat.

Nun also der letzte Akt. Bis Anfang März dieses Jahres lag der Plan noch einmal öffentlich aus, natürlich gingen keine Einwendungen mehr ein. Also hoben sich alle Hände, als es um die Abstimmung über die B-Planänderung ging. Sie wurde schließlich als Satzung beschlossen.

Wie Bürgermeister Manfred Rodde im folgenden berichtete, habe Revierförster Dieter Ernst kürzlich Alarm geschlagen. Hinter dem Miesberg, im Wasserschutzgebiet "Im Mies", wo viele Fichten wachsen, breite sich ein schädlicher Käfer aus. Um ein weiteres Ausbreiten zu vermeiden, denkt der Förster an umfangreiche Durchforstungsarbeiten. Die entsprechenden Aufsichtsbehörden hätten dafür zwischenzeitlich grünes Licht gegeben, wusste Rodde.

Neue Feldgeschworene


Eine weitere Information des Bürgermeisters bezog sich auf die neuen Feldgeschworenen. Ihre Nachwahl fand Ende Februar statt. 14 Feldgeschworene gibt es jetzt: Helmut Dobmeier, Bernard Duschner, Georg Gradl, Klaus Habisreitinger, Heinz Hauser, Johann Hauser, Johan Hunzinger, Gerhard Koch (stv. Obmann), Hans Koch, Rudolf Neidl, Johann Schießl (Obmann), Michael Schießl, Heribert Zinger und Josef Zweck.
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