Imker
"Goldene Biene" nach 31 Jahren

Vermischtes
Schwarzenfeld
29.02.2016
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"Ein Jahr mit gesunden Bienen und einen vollen Honigtopf", wünschte Ingo Schwieder, der neue Vorsitzende des Imkerkreisverbands, seinen Mitgliedern. Bei der Neuwahl gestaltete es sich nicht als einfach, ein Führungsteam zu finden. Es gab in der Versammlung auch eine bedeutende Auszeichnung.

Wie schwierig es in der heutigen Zeit ist, ehrenamtliche Helfer zu finden, die sich bereiterklären eine führende Tätigkeit im Verein zu übernehmen, zeigte sich vergangenen Samstag bei der Jahreshauptversammlung des Kreisverbands der Bayerischen Imkervereinigung. Umso erfreulicher war es für die Bienenzüchter, dass sich letztendlich doch ausreichend Mitglieder fanden, die sich zur Wahl stellten.

Inbegriff der Imkerei


Der neu gewählte erste Vorsitzende Ingo Schwieder löste den bisherigen Kreisverbandsvorstand Hermann Bronold nach 31 Amtsjahren ab. Für diese lange Dienstzeit überreichte ihm Landesverbandsvorsitzender Edmund Hochmuth die höchste Auszeichnung der Imker, die "Goldene Biene". Er bedankte sich für den bemerkenswerten Einsatz für den Kreisverband. "Hermann Bronold brachte seiner Gemeinde die Imkerei näher", betonte der Landesverbandschef.

Bronold blickte auf die vergangene Zeit zurück und bemerkte: "Die Imkerei ist wieder im Kommen seit einigen Jahren". Besondere Ereignisse seiner Amtszeit waren sowohl der Imkerfestzug 2004, die Feier des 50- jährigen Bestehens des Kreisverbandes 2012, als auch die Ausstellung "Biene und Landwirtschaft" beim Herbstbauernmarkt in Schwandorf. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen, vor allem bei Josef Wankerl vom Bienenzuchtverein Nittenau, der 35 Jahre lang Vorstand war, und bei Georg Schwarz vom Verein in Altendorf. Dieser war über 25 Jahre einer seiner engsten Mitarbeiter als Kassier des Kreisverbands.

Neue Kassenwartin


Ebenfalls langjähriger zweiter Vorstand Johann Ippisch wurde durch Manfred Hausdörfer ersetzt. Zur neuen Kassiererin wählten die Bienenzüchter Michaela Wein. Das Amt des Schriftführers übernahm erneut Karl-Heinz Dausch. Zuchtwart des Kreisverbands blieb Johann Kagerer, zum Gesundheitswart wurde Oswald Hain ernannt. Für die Wahl der Beisitzer schlug der neue Vorsitzende und bisherige Hygienewart Ingo Schwieder eine innovative Regelung vor, die von den Mitgliedern angenommen wurde. So stellen nun die 16 Imkervereine des Landkreises jeweils einen ihrer Vorstände als Beisitzer des Kreisverbands. Dadurch wird gewährleistet, dass alle beteiligten Vereine bei Beschlüssen mit einbezogen werden und sie wichtige Informationen und Neuerungen stets mitbekommen.

Edmund Hochmuth informierte bei der Versammlung über die aktuellen Probleme der Imker. Einige Förderungen wurden gestrichen oder gekürzt, wie etwa die Summe für Probeimker. Dies sei äußerst ungünstig, so der Landesverbandsvorsitzende, da gerade die Unterstützung beim Starterpaket für Zuwachs in den Imkervereinen sorge. Auch eine neue Bestimmung der EU bereite einigen der Hobbyimker Schwierigkeiten. Denn ein neues Online-Portal soll eine prüfbare Zahl vorhandener Bienenvölker liefern. Die Erfassung muss von den Imkern online erfolgen, was teilweise die älteren Mitglieder überfordere.

Zum Abschluss des Treffens referierte die Kräuterpädagogin Jeanette Ring. Sie stellte verschiedene Rezepte vor, die aus Produkten der Bienen hergestellt werden können. So etwa ein Ringelblumenbalsam, bei dem neben den Blütenblättern der Ringelblume auch Bienenwachs zum Einsatz kommt. Auch erklärte sie, wie man eine Propolis-Tinktur ansetze, der eine natürliche, antibakterielle Wirkung nachgesagt wird. Außerdem durften die Anwesenden ihren selbst gemachten Spitzwegerich-Thymian-Honig-Hustensaft probieren, der gerade in der Winter- und Erkältungszeit besonders hilfreich sein kann.
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