Innensanierung teuerer als gedacht
Böse Überraschung im Hallenbad

Der schlechte Zustand der Mühlgrabenbrücke in Pretzabruck bewegt die Marktverwaltung und die Landwirte, die diese Brücke nutzen müssen. Denn eine sachgerechte Sanierung durch den Markt käme zu teuer für die Bauern.
Vermischtes
Schwarzenfeld
30.04.2016
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Das war eine schöne Bescherung: Bei den Vorarbeiten für eine Sanierung des Umkleide- und Duschbereichs für Damen im Hallenbad kamen so viele Mängel ans Tageslicht, dass nun in großem Stil erneuert werden muss. Und das wird teuer.

Mit der neuen Entwicklung konfrontiert wurde am Donnerstag der Bauausschuss des Marktrates, der sich vor Ort die Räumlichkeiten ansah und die Planungen und Probleme von Berthold Braun erläutern ließ. "Unter dem Estrich hat sich großflächig Feuchtigkeit ausgebreitet," bedauerte Braun. Ursache dafür dürften schadhafte Fugen der Boden- und Wandbeläge sein. Trocknungsgeräte sind hier wirkungslos.

So muss nun der komplette Bodenaufbau ausgebaut, abgedichtet und erneuert werden. Und wenn man schon dabei ist, soll gleich der ganze Umkleide- und Duschbereich für Damen neu gemacht und behindertengerecht ausgestattet werden. "Außerdem wollen wir Farbe in den Bereich bringen", kündigte Braun an. Das sterile Weiß von Wänden und Böden ist 50 Jahre alt und zwischenzeitlich stilistisch "out".

Im Rathaus hat man ausgerechnet, dass für den aufwendigen Umbau 175 000 Euro aufzubringen sind. Über so viel Geld kann der Bauausschuss nicht alleine entscheiden, so wird sich am 11. Mai der komplette Marktrat damit befassen müssen. Dabei wird sicher auch noch einmal die Frage auftauchen, ob man nicht auch gleich den Männertrakt mit sanieren sollte - alles in einem Aufwasch sozusagen.

Brücke als Streitfall


Als Arbeitsauftrag haben die Räte der Verwaltung mit auf den Weg gegeben, mögliche staatliche Förderungen herauszufinden. "Wir sollten die Maßnahmen heuer oder nächstes Jahr umsetzen", schlug Bürgermeister Manfred Rodde vor. Würde der vollständige Innenausbau des Damentrakts heuer über die Bühne gehen, dann vermutlich von Juli bis Ende Oktober.

Um viel Geld ging es auch bei einem Ortstermin in Pretzabruck. Dort warteten bereits einige ortsansässige Landwirte auf den Bauausschuss, um eine "komplizierte Geschichte" (O-Ton Rodde) zu besprechen - von klären war noch gar nicht die Rede. Es geht um eine kleine, marode Brücke mit dem Namen Mühlgrabenbrücke, die einen Triebwerkskanal überbrückt und dem Markt gehört. Über sie kommt man auf eine elf Hektar große Insel, die überwiegend aus Wiesen besteht und landwirtschaftlich genutzt wird. Die betroffenen Bauern haben seit geraumer Zeit Angst, dass die Brücke unter ihnen zusammenbricht, wenn sie mit ihren schweren Gefährten darüber fahren.

Ingenieur Hans Wellnhofer hat sich im Auftrag des Rathauses die Sache angesehen und sprach von mindestens 100 000 Euro an Kosten, wenn man die Brücke ordentlich herrichten will. Das aber ist für die Landwirte unannehmbar, weil 75 Prozent der Summe an ihnen hängen bliebe - einer von ihnen müsste allein mit gut 50 000 Euro rechnen. "Das kann ich wieder herein wirtschaften", klagte er. Noch gibt es keine Lösung, die beide Seiten befriedigt.
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