Jugendgruppe des Sportanglervereins besucht teichwirtschaftlichen Beispielsbetrieb
Fischbiologie als informatives Thema für Jungangler

Die Jugendgruppe des Sportanglervereins Schwarzenfeld besuchte den teichwirtschaftlichen Beispielsbetrieb Wöllershof. Fischmeister Kevin Bäumler (Sechster von links) führte durch die Anlage. Bild: hfz
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Schwarzenfeld
22.04.2016
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Schwarzenfeld/Wöllershof. Die Jugendgruppe des Sportanglervereins Schwarzenfeld besuchte den teichwirtschaftlichen Beispielsbetrieb in Wöllershof. Ziel der Veranstaltung war es, den Jugendlichen fischbiologische Zusammenhänge näher bringen zu können. Dafür sei der Teichbetrieb in Wöllershof, laut Aussage der Jugendleiter Franz Lotter und Michael Bauer, eine ideale Adresse. Fischmeister Kevin Bäumler führte die Jugendgruppe, welche durch einige Altangler begleitet wurde, über die Anlage.

Er erklärte, dass insbesondere der Stör das Hauptarbeitsgebiet des Betriebes darstellt. Aufgrund der Verbauung von Flüssen sind Störe von ihren natürlichen Wander- und Laichwegen abgeschnitten. Aus diesem Grund stellt der - von der Regierung der Oberpfalz maßgeblich geförderte - Betrieb einen der wichtigen Eckpfeiler in Europa zur Arterhaltung des Störes dar. Aktuell werden sieben verschiedene Störarten auf dem Betrieb gezielt vermehrt. Dafür steht unter anderem ein Warmwasserbruthaus zur Verfügung, wodurch eine gleichbleibende Ei- und Jungfischqualität gewährleistet werden kann. Das Artenerhaltungsprogramm für den einheimischen störartigen Fisch, den Sterlet, ist ein weiterer wichtiger Baustein des Fischzuchtbetriebes. Diese Programme können nur durch von der Regierung geförderte Betriebe erfolgen, da eine wirtschaftliche Finanzierung für private Betriebe nicht möglich wäre.

Selbstverständlich findet man auf dem teichwirtschaftlichen Beispielsbetrieb auch andere Fischarten vor, wie Schleie, Nerfling, Nase oder auch den Karpfen. Bäumler verwies jedoch darauf, dass man bei diesen Fischarten bewusst nicht zu viele vermehre, um keine Konkurrenz gegenüber privatwirtschaftlichen Fischzuchten darzustellen. Da es sich um eine Einrichtung der Regierung der Oberpfalz handle, so Bäumler, steht es allen Teichwirten, Angelvereinen, aber auch privaten Gartenteichbesitzern frei, sich durch die Experten aus Wöllershof beraten zu lassen.

Die Jugendlichen zeigten sich begeistert von den Ausführungen von Kevin Bäumler, da er ihnen auch die Möglichkeit bieten konnte, unmittelbar in Kontakt mit den Fischen zu treten. Als besonders beeindruckend stellte sich ein 26 Jahre alter und 120 Kilogramm schwerer europäischer Hausen-Stör dar.

Abschließend bedankten sich die Jugendleiter Franz Lotter und Michael Bauer bei Kevin Bäumler für die fachlich äußerst fundierte Führung und versprachen, in den nächsten Jahren wieder zu Besuch zu kommen.
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