Keine Angst mehr vor Steinschlag
Felssicherung an der Staatsstraße nähert sich Abschluss

Mit Sicherungsnetzen gegen Steinschlag wurde der Hang an der Staatsstraße nach Pretzabruck abgedeckt. Sie müssen noch fixiert werden, dann ist die Arbeit beendet - mit mehreren Wochen Verspätung. Bild: Dobler
Vermischtes
Schwarzenfeld
29.01.2016
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Felssicherung nennt sich die Maßnahme, die seit einigen Monaten als Blickfang für den Verkehr auf der A 93 dient. Bis Mitte Dezember 2015 sollte alles erledigt sein. "Aber das ging nicht, weil eine Maschine kaputt war", erläuterte am Mittwoch Bürgermeister Manfred Rodde.

Die Nachfrage kam aus der Mitte des Bauausschusses, der im Rathaus tagte, und zielte darauf, ob die Verwaltung wisse, wann das Projekt wohl enden werde, das eigentlich schon beendet sein sollte. Zuständig ist für die Arbeiten die Autobahndirektion Nordbayern. Rodde wies darauf hin, dass es vermutlich nicht mehr lange dauert, bis die Felssicherung abgeschlossen ist. "Jetzt werden schon die Sicherungsnetze gespannt", informierte er. Die Nachricht vom hoffentlich baldigen Ende der Felsbauarbeiten wird vor allem die Autofahrer freuen, die durch die halbseitige Sperrung der Staatsstraße 2159 Richtung Pretzabruck samt Ampelregelung monatelang genervt wurden.

Felswand gesichert


Die Maßnahme wurde erforderlich, um den Verkehr vor Steinschlag zu schützen. Denn durch den Bewuchs hat sich die Felswand gelockert, und das vorhandene Netz bot keine ausreichende Sicherheit mehr.

Im Zuge der Arbeiten wurden zunächst 4000 Quadratmeter alte Hangnetze entfernt und die Vegetation auf gut 1000 Quadratmetern Fläche entfernt. Nötig wurde es auch, rund 350 Bäume zu fällen. Am Ende werden gut 6000 Quadratmeter Steinschlag-Schutznetz neu eingebaut sein, die mit Ösenankern und schachbrettartiger Verseilung gesichert sind. Dazu kommt der Einbau von 19 Felsnägeln als Einzelsicherung und von 40 Tonnen Spritzbeton für bewehrte, rückvernagelte Plomben.

Was ist mit der Allee?


Thema im Bauausschuss war auch ein Steg in Pretzabruck, den Landwirte brauchen, um ihre Felder zu erreichen. Allerdings ist der Steg wohl sanierungsbedürftig. Nachdem aus den Reihen der Markträte schon früher Unmut laut geworden war, warum der beauftragte Planer mit seiner Arbeit nicht fertig werde, gab es nun von der Rathausverwaltung Entwarnung. "Ende nächster Woche sind die Ergebnisse da", versicherte Bauamtsleiter Gerhard Brunner auf eine entsprechende Nachfrage von Franz Eckert (ÜPW). Auch Hans-Peter Hierl (Siedler) hatte ein Anliegen an die Verwaltung: "Wir sollten das Thema Miesberg-Allee unbedingt wieder einmal auf die Tagesordnung setzen." Rodde notierte sich das.

Baupläne genehmigt


Abgesegnet haben die Räte zwei Bauanträge von Privatleuten. Das Landhotel "Holzwurm" in Hohenirlach möchte ein Lagergebäude hochziehen, in das eine Biergartenschänke integriert ist. Der Ausschuss hatte nichts dagegen.

Auch nicht, als es in der Folge um ein Vorhaben im Süden des Orts ging (Erlenweg). Dabei handelte es sich um den Um- und Ausbau eines Wohnhauses. Auch wenn sich diese Pläne nicht mit dem veralteten Bebauungsplan "Schwarzenfeld Süd" decken, gab es grünes Licht. "Der Bebauungsplan wird derzeit eh verändert", merkte Rodde an.
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