Kirchweihkonzert
Blechbläser in Bestform

Verdienten Applaus genossen die Musiker für ihr Spiel beim Kirchweihkonzert in der Dionys-Kirche. Bild: tie
Vermischtes
Schwarzenfeld
12.10.2016
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In der Dionys-Kirche fand das traditionelle Kirchweihkonzert des Blechbläserquintetts "i-Tüpferl" und zweier anderer Ensembles statt. Am Ende gab es langen Applaus.

Langsam füllte sich der Kirchenraum gut mit Besuchern - immerhin waren draußen Stände zur Kirchweih aufgebaut, da wird man schon mal aufgehalten. Das Blechbläserquintett "i-Tüpferl" der Musikkapelle Schwarzenfeld eröffnete den musikalischen Reigen mit dem Präludium zur Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" von Richard Wagner, das in der Fassung für Horn (Thomas Prey), Posaune (Peter Prey), Tuba (Georg Matzke) und zwei Trompeten (Manfred Brunner und Sebastian Lindner) sofort beste Tonqualität entfaltete und als mächtiger Beginn wunderbar auf das folgende Konzert einstimmte.

Moderatorin informiert


Etliche Male gab die Moderatorin Kristina Betz zu den einzelnen gespielten Stücken interessante Informationen. Als nächstes Musikstück schloss sich die "Romanze op 36" von Camille Saint-Saens in einer Bläserfassung an. Sie wurde vom Ensemble würdevoll interpretiert.

Es folgte das Horn-Quartett mit "Kapriolen" von Franz Kanefzky. Tamara Kristel, Anna Hain, Jonas Ernst und Ursula Nückel bliesen korrekt und einfühlsam. Das taten sie auch in den folgenden Stücken: "Walzer" und "Kleiner Marsch" des gleichen Komponisten. Ob Dreiviertel- oder Viervierteltakt, jedes Mal war die musikalische Aussage klar wiedergegeben. Und wieder spielte das Blechbläserquintett: Die Ouvertüre zu "The Fairy Queen" von Henry Purcell wurde rhythmisch abwechslungsreich dargeboten. Von Giovanni Gabrieli folgte "Canzon I a 5", ein Originalwerk, in dem die beiden Trompeten als Oberstimmen die Gestaltung bestimmen. Manfred Brunner und Sebastian Lindner schafften das locker.

Mit dem Holzensemble


Daraufhin erklang die "Sonata" von Johann Christoph Kessel, einem heute nicht mehr bekannten Barock-Komponisten. Fugierte Passagen, die sogar zweimal gespielt wurden, passten in die äußerst rasche Darlegung der Tonfolgen. Ganz andere Klangwelten taten sich kund, als das "Holz-Ensemble", also eine Flöte (Simone Matzke) und drei Klarinetten (Alois Gsödl, Andreas Matzke, Rocco Palazzo), Sätze aus dem "Divertimento" von Franz Watz gestalteten. Leicht und locker erklang die Flötenmelodie, von den Klarinetten mit Akkorden unterlegt. Ebenfalls beschwingt ertönte der Folgesatz. Solo-Einlagen der Klarinetten prägten den letzten Satz bis zur Endmelodie der Flöte.

Von Josef Haydn folgten "Menuett" und "Scherzando" aus dem "Streichquartett Nr. 18 A-Dur op 3/6" in einer Holzbläser-Fassung. Das "Holz-Ensemble" gestaltete auch diese Musikstücke einfühlsam mit intensiver Tongestaltung. Ein letztes Mal betraten die Blechbläser im Rahmen des Programms den Altarraum. Sie spielten erst "Fortune" aus dem "Virginal Book" von William Byrd in feierlicher Manier.

Dann widmeten sie sich zwei Musiken von Georg Philipp Telemann. Diese waren betitelt "La Gráce" (Die Anmut) und "La Majesté" (Die Würde) und wurden entsprechend der Titelvorgabe effektvoll und angemessen vorgetragen. Ein sehr wirkungsvoller Abschluss des Konzerts!

Wegen des nicht enden wollenden Beifalls gab es noch die feierliche Zugabe "Ich bete an die Macht der Liebe".
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