Mehr um Senioren kümmern

Mit großem Interesse verfolgten die Ortsbäuerinnen die vielen Themen, die bei der Tagung in Schwarzenfeld zur Sprache kamen. Bilder: ral (2)
Vermischtes
Schwarzenfeld
06.08.2016
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Diplom-Ingenieurin Lydia Bruckmaier von der landwirtschaftlichen Sozialkasse informierte über aktuelle Entwicklungen.

Aktuelle Informationen rund um die Landwirtschaft gab es bei der Ortsbäuerinnentagung des BBV-Kreisverbandes. Die Referentinnen informierten umfangreich. Die Vorbereitung der Wahlen der Ortsbäuerinnen im Herbst und Winter stand auch auf der Agenda.

Im Restaurant Miesberg trafen sich die Ortsbäuerinnen des BBV im Landkreis zu ihrer Sommer-Tagung. Kreisbäuerin Barbara Hanauer erinnerte, dass der Bauernverband ein umfangreiches und vielseitiges Programm an Vorträgen vor Ort anbot, was sehr großen Zuspruch fand. Die dabei gewählten Themen beschäftigen sich immer mit aktuellen Fragen in allen Lebenslagen von der Gesundheit bis hin zur wirtschaftlichen Entwicklung der Betriebe. Damit verfügen die Ortsbäuerinnen über Kenntnisse, um die sie von mancher Frau aus der Stadt beneidetet werden, so Hanauer.

Hauswirtschaftsdirektorin Elisabeth Beer vom Amt für Landwirtschaft und Forsten informierte über Aktuelles aus dem Amt. Im Mai dieses Jahrs endete der einsemestrige Studiengang 2014/16. Die 19 Studierenden konnten erstmals den Abschluss "Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung" erwerben. Mit 20 Studierenden startet im September wieder ein neuer Studiengang. Bei den Landwirten läuft seit März dieses Jahres wieder ein neuer Studiengang im ersten Semester. Der Vorbereitungslehrgang zur Meisterprüfung in der Hauswirtschaft am AELF in Nabburg endet im Frühjahr 2017 mit der Meisterprüfung. Interessentinnen können sich ab sofort in Almesbach melden.

Thema in Neusath


Bei der Ernährungsbildung standen bisher die Kinder im Mittelpunkt der Arbeit im Amt. Hier konnten sich auch Nichtlandwirte im AELF beraten lassen. In Zukunft soll diese Ernährungsbildung ausgeweitet werden auf die Senioren, die neue Aktion wendet sich an die Generation 65 plus. Beer verwies auch auf die angebotenen Qualifizierungsmaßnahmen zur Erwerbskombination. Damit bieten sich für die Bäuerinnen eine weitere Einnahmequelle für ihren Betrieb zu erschließen. Beer verwies am Schluss ihrer Ausführungen auf das Jahresthema des Freilandmuseums Neusath-Perschen im Jahre 2017: "Landwirtschaft früher - heute". Hier soll den Landwirten die Möglichkeit geboten werden sich und ihre Arbeit einem breiten Publikum vorzustellen. Wer dazu etwas beitragen möchte soll sich beteiligen.

Lydia Bruckmaier von der Landwirtschaftlichen Sozialkasse informierte über die aktuellen Inhalte der Sozialkasse. Sie stellte zunächst die neue Struktur und die einzelnen Aufgaben vor. Auch die Sozialkasse möchte sich zukünftig mehr um die Senioren kümmern. Entsprechend sollen an diesem Thema auch die Kursangebote ausgerichtet werden. Als Betriebsprüferin der landwirtschaftlichen Sozialkasse wies sie noch einmal darauf hin, dass bei der Waldarbeit und auch bei der sonstigen Arbeit auf die Unfallverhütung sehr geachtet werden soll. Gerade im letzten Jahr haben sich bei der Waldarbeit die Unfälle gehäuft. Die Hersteller von Schutzkleidung haben sich mittlerweile darauf eingestellt, dass auch Frauen verstärkt in der Waldarbeit tätig sind.

Wahlen gut vorbereiten


Schließlich sprach der Geschäftsführer des BBV-Kreisverbandes, Josef Wittmann, über die Abwicklung der bevorstehenden Verbandswahlen. Sollten die amtierenden Ortsobmänner oder Ortsbäuerinnen nicht mehr kandidieren wollen, soll die Nachfolgefrage unbedingt noch vor der Wahl geklärt werden. Denn während einer Wahl finde sich nur schwer eine Kandidatin oder ein Kandidat. Die Wahlen zur Ortsbäuerin sollen am Nachmittag stattfinden, die zu den Ortsobmännern am Abend. Damit Zeit gespart werden kann, sollen die Wahl innerhalb der Gemeinden auf einer gemeinsamen Versammlung durchgeführt werden. Jede Ortschaft wählt natürlich nur ihren Ortsobmann und ihre Ortsbäuerin. Neben den Wahlen wurde auch das Bildungsprogramm besprochen, welches im Herbst und Winter angeboten werden soll.
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