Mehrfachantrag stellen

Barbara Ruhland und Josef Graf vom Amt für Landwirtschaft und Forsten informierten über die Neuerungen beim Mehrfachantrag. Bild: ral
Vermischtes
Schwarzenfeld
17.03.2016
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Damit die Bauern Beihilfen von Staat oder EU erhalten, müssen diese jedes Jahr beantragt werden. Über die Änderungen für das Jahr 2016 wurden die Landwirte in einer öffentlichen Veranstaltung informiert.

Am Montagabend füllte sich der Saal im Café Miesberg in Schwarzenfeld, denn das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten machte auf die Änderungen beim Mehrfachantrag 2016 aufmerksam. Das Interesse unter den Landwirten war sehr groß. Josef Graf und Barbara Ruhland informierten vonseiten des Amtes, Dr. Ulrich Gelfert nahm sich die Änderungen in Sachen Tierschutz beim Mehrfachantrag vor.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten stellt ab 2016 auf verbindliche Besprechungstermine um. Die Papierantrag-Gestaltung, die nur noch in Ausnahmefällen gewählt werden sollte, erfolgt in zwei Schritten. Zuerst wird der Papierantrag erfasst und anschließend beim Sachbearbeiter fertiggestellt. Die Landwirte sollen der Beschilderung im Amt folgen. Sollte kein ausreichendes Internet beim Landwirt vorhanden sein, kann der Antrag am Amt persönlich an einer betreuten Eingabestation erfasst werden.

Im neuen Mehrfachantrag kommt der Überprüfung des aktiven Betriebsinhabers eine wesentlich größere Bedeutung zu. Landwirte müssen bei Kontrollen entsprechende Papiere vorlegen. Eine Neuerung im Online-Verfahren ist ab 2016 die automatische Vorabprüfung. Vom 18. Mai bis 14. Juni steht dem Landwirt tagaktuell der Bearbeitungszustand einschließlich noch vorhandener Ungereimtheiten zur Verfügung. Bis 21. Juni können dann die Landwirte Änderungen, die in diesem Zeitraum noch auftreten, sanktionsfrei beim Amt für Landwirtschaft und Forsten ändern.

2016 werden für die Oberpfalz neue Luftbilder angefertigt. Daher ist eine besondere Sorgfalt auf die Prüfung der aktuellen Luftbilder für den Mehrfachantrag 2016 zu legen. Bei unstimmigen Luftbildern kann es zu späteren Auszahlungen oder Kürzungen der Fördergelder kommen. Die EDV-Eingabe des Antrages ist wesentlich komfortabler geworden. Viele Eingaben können per Schaltfläche übernommen werden. Die Online-Erfassung bietet viele Vorteile. Der Antrag ist jederzeit erfassbar und kann rechtsverbindlich versandt werden. Ist er fehlerfrei, kann der Landwirt auf eine persönliche Vorsprache beim Amt verzichten.

Viele Plausibilitätsprüfungen gewährleisten eine hohe Qualität der Daten. Eine wesentliche Zeitersparnis ist dadurch gewährleistet. Erforderlich für die Eingabe des Mehrfachantrages ist jedoch mindestens ein DSL-Anschluss. Kauf- und Pachtverträge von Zahlungsansprüchen müssen bis 17. Mai wie bisher abgeschlossen sein und können vom Landwirt oder einem Dienstleister ab Anfang April bis 13. Juni in die EDV übertragen werden. Eine wesentliche Neuerung bei den neu zugeteilten Zahlungsansprüche ab 2015 stellt die flächen-unabhängige Weitergabe an aktive Betriebsinhaber dar.

Ergänzt wurden die Angaben von Dr. Ulrich Gelfert vom Veterinäramt Schwandorf, der über Cross-Compliance-Kontrollen im Tier-Bereich berichtete.
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