Mit 116 km/h durch Böttgerstraße

Mitarbeiter des Rathauses, die mit der Erfassung und Auswertung der gefahrenen Geschwindigkeiten befasst sind, waren zusammen mit Bauhofleiter Peter Pleier und Bürgermeister Manfred Rodde (links) vor Ort bei der Schule, um die Warnanlage in Augenschein zu nehmen. Mit dabei der Vorsitzende der örtlichen Verkehrswacht Dr. Wolfgang Laaths (Zweiter von rechts). Bild: mab
Vermischtes
Schwarzenfeld
10.02.2016
50
0

Wer zu schnell fährt, wird nicht gleich zu Kasse gebeten. Vielmehr sollen die neuen variabel im Ortsgebiet eingesetzten Warnanlagen Signalwirkung auf das Fahrverhalten haben. Also runter vom Gas. Derzeit befindet sich eine Messstelle vor der Schule und eine am Irrenloher Damm.

Sicherheit im Straßenverkehr im Gemeindebereich, sowohl für Fußgänger als auch für motorisierte Verkehrsteilnehmer, ist Bürgermeister und Markträten stets ein Anliegen. Daher hatten sich die Bürgervertreter vor geraumer Zeit dazu entschlossen, Geschwindigkeits-Warnanlagen zum Gesamtpreis von über 5400 Euro anzuschaffen und innerorts zu installieren.

Die beiden Geräte, deren Standort ohne aufwendige Handhabung verändert werden kann, erfassen mittels Radar die gefahrenen Geschwindigkeiten der passierenden Verkehrsteilnehmer und lassen eine gezielte und aussagekräftige Auswertung zu. So werden Datum, Uhrzeit und natürlich das Tempo aufgezeichnet und durch die Verwaltung in regelmäßigen Abständen abgefragt.

Hinzu kommt, dass auch die zuständige Polizeidienststelle über das Ergebnis in Kenntnis gesetzt wird. Zum Start der Messungen Mitte Januar waren die Anlagen in der Böttgerstraße und in der Nabburger Straße vor der Schule angebracht. Aufschlussreich und interessant das Ergebnis der ersten Prüfwoche für die Verantwortlichen der Verwaltung mit Bürgermeister Manfred Rodde und Schulleitung. Auch die örtliche Verkehrswacht war beim Ortstermin mit Dr. Wolfgang Laaths vor der Schule vertreten.

"Wünschen wir uns eine positive Wirkung zum Vorteil und Schutz aller Verkehrsteilnehmer", resümierten Bürgermeister und verantwortliche Verwaltungsmitarbeiter in Zusammenwirken mit Verkehrswacht und Polizei.

Bisherige Auswertungen


16 561 Fahrzeuge befuhren im Zeitraum vom 21. bis 28. Januar die Nabburger Straße ortseinwärts und 23 730 Fahrzeuge waren im gleichen Zeitraum auf der Böttgerstraße in südöstlicher Richtung unterwegs. Vor dem sensiblen und schutzbedürftigen Verkehrsraum beim Pflegeheim und der Schule überschritten 2504 (15 Prozent) Fahrer die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 km/h und in der Böttgerstraße hielten sich gar 8469 (35 Prozent) Verkehrsteilnehmer nicht an die Straßenverkehrsordnung.

44 Autos erreichten auf der Böttgerstraße Geschwindigkeiten über 81 km/h bis hin zu 116 km/h, was bei einer Ahndung ein Fahrverbot von ein bis drei Monaten nach sich gezogen hätte. In der Hauptstraße wurden sechs Verkehrsteilnehmer über 81 km/h gemessen, wobei die Höchstgeschwindigkeit im Schulbereich bei 94 km/h lag.
Weitere Beiträge zu den Themen: Verkehr (120)Geschwindigkeit (11)Messanlage (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.