Offene Ganztagsschule für die Grundschule geplant

Nicht nur die älteren, auch die jüngsten Schüler sollen in den Genuss einer offenen Ganztagsschule kommen. Bild: Dobler
Vermischtes
Schwarzenfeld
23.02.2016
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Nötig ist die Nachfrage der Eltern, das Einverständnis mit dem Sachaufwandträger, geeignete Räume und eine Mittagsverpflegung in hoher Qualität. Ist das abgehakt, kann der Traum von einer "offenen Ganztagsschule für die Grundschule" Wirklichkeit werden. In Schwarzenfeld denkt man in diese Richtung.

Bei einer Fortbildung für alle Schulleiter der Grundschulen im Landkreis Schwandorf ging es um das neue Angebot der "offenen Ganztagsschule für die Grundschule". Eine ganz wichtige Rolle spielt dabei der Träger, also Kooperationspartner, der die Schule mit dieser Zusatzeinrichtung unterstützt. Neu bei der offenen Ganztagsschule ist, dass die Schulleitung die letzte Verantwortung trägt und die Betreuungsaufgaben an geeignete Träger delegiert. Das Personal dieser Träger, darin waren sich alle einig, muss ein hohes Niveau an Eignung und Fähigkeiten mitbringen. Für jede Gruppe ist die Mindestanforderung eine sozialpädagogische Ausbildung oder Erzieher, natürlich auch ausgebildete Lehrer. Die Personalsituation ist im erzieherischen Bereich derzeit in allen Regionen so, dass es immer schwieriger wird, geeignete Bewerber zu bekommen. Sowohl in der frühkindlichen Erziehung als auch in der Jugendarbeit sind derzeit sozialpädagogische Kräfte sehr gefragt.

Regierungsschuldirektor Werner Bayer machte deutlich, dass es ihm ein Herzensanliegen ist, dass Schulen ihre pädagogischen Auftrag erfüllen und die zunehmend notwendige Nachmittagsbetreuungsaufgabe zum Wohle der Schüler stemmen können. Mit Schulleiter Helmut Schuster, der als Gastgeber einer Schule mit umfassenden Betreuungsangeboten für diese Veranstaltung fungierte, war er sich völlig darin einig, dass Schulleiter für diese zusätzlichen Aufgaben auch die nötigen Anrechnungsstunden bekommen müssen.

Schulleiter Bernd-Daniel Paulus von der von der "Von der Tann-Grundschule Regensburg" machte deutlich, wie ein kinderorientiertes Ganztagsangebot an einer Grundschule aussehen kann. Die Regensburger Grundschule mit sehr hohem Migrationsanteil (über 50 Prozent) unter den 240 Grundschülern im Altstadtbereich hat seit vielen Jahren in einer Ausnahmegenehmigung eine Praxis der offenen Ganztagsschule verwirklicht, die den Bedürfnissen der Kinder und der Eltern sehr gerecht wird.

Das offene Ganztagsangebot, das es an vielen Mittelschulen bereits gibt, wird ergänzt durch eine zunehmende Anzahl von Schulen mit einem rhythmisierten Ganztagsangebot in festen Ganztagsklassen. Der Unterschied ist, dass im "offenen Ganztag" Gruppen jahrgangsübergreifend sind und auch weniger als vier Tage pro Schulwoche "gebucht" werden können, während in der gebundenen Ganztagsschule Jahrgangsklassen mit zwölf zusätzlichen Lehrerstunden gebildet werden und mindestens vier Nachmittage grundsätzlich bis 16 Uhr gehalten werden.

Bei der "offenen Ganztagsschule für die Grundschule" sollen auch Kurzgruppen bis 14 Uhr eingerichtet werden können.
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