Pflanzenbautag des Landwirtschaftsamtes

Beim Pflanzenbautag referierten Herbert Molitor, Markus Piehler, Bernhard Meier, Theresia Addokwei und Markus Ederer (von links).
Vermischtes
Schwarzenfeld
18.02.2016
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Wenn auf den Äckern die Arbeit ruht, ist Zeit zum Planen. Raum dafür bot der Pflanzenbautag des Landwirtschaftsamtes, bei dem es um Sortenempfehlungen für den Anbau, um Düngung und um Pflanzenschutzmittel ging. Sie handzuhaben ist gar nicht so einfach.

Gastgeber Bernhard Meier vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf gab zunächst einen Halbjahresrückblick auf fachbezogene Veranstaltungen.

Dann übernahm Markus Piehler die Aufgabe, aktuelle Hinweise des Amts für die Landwirte zu kommunizieren. Es ging dabei unter anderem um das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (Kulap). Piehler zeigte sich überzeugt, "dass die eingereichten Anträge einer Bewilligung zugeführt werden können". Er wies auch auf die geplante Novelle der Düngeverordnung hin. Sie sieht, neben anderem, eine Einarbeitung von Gülle innerhalb von vier Stunden vor. "Die Anwendungsbestimmungen zum Gewässerschutz schränken die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln immer mehr ein", betonte danach Markus Ederer in seinem Beitrag. "Die Bekämpfung von Problem-unkräutern und -gräsern wird für den praktizierenden Landwirt immer anspruchsvoller", wusste der Fachberater von der Erzeugerringberatung Oberpfalz. Er ging daher auf optimale Einsatzbedingungen und Ansprüche der Herbizide ein, um deren Leistungsfähigkeit voll auszuschöpfen und als Baustein eines Resistenz-Managementsystems einzubauen.

Spezielle Art zu düngen


Gleich zweimal war Theresia Addokwei vom Regensburger Landwirtschaftsamt gefordert. In einem ersten Vortrag schilderte sie Sortentrends und gab Empfehlungen für den Anbau von Mais und Energiepflanzen. Silomais ist die wichtigste Pflanze zur Grundfutter-Erzeugung in der Rinderhaltung. Die optimale Sorte für den Standort ist eine gute Basis für den erfolgreichen Anbau. In den Landes-Sortenversuchen werden jährlich eine Vielzahl von Sorten auf Ertrag und Qualitätseigenschaften in den verschiedenen Anbaugebieten Bayerns überprüft. Auf der Basis der Versuchsergebnissen werden regionale Anbau-Empfehlungen erarbeitet.

Danach stellte Theresia Addokwei aktuelle Versuchsergebnisse zur Cultan-Düngung bei Getreide vor. Die Stickstoffdüngung der Pflanzen erfolgt bei diesem Verfahren - anders als bei konventionellen Düngeverfahren - nur einmalig für eine Vegetationsperiode mit Ammonium anstelle von Nitraten. Der Dünger wird dabei nicht auf den Boden aufgebracht oder breitflächig eingearbeitet, sondern punktuell oder streifenförmig in den Boden eingebracht.

Wie wichtig eine gute Kalkversorgung ist für eine stabile Bodenstruktur und die Nährstoffverfügbarkeit, darauf ging Herbert Molitor von der Firma Bayerische Düngekalk ein.
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