Rathaus wird energetisch saniert
Auf Sparflamme kochen

Dritter Bürgermeister Gerhard Peter (CSU; links) und Siedler-Rat Karlheinz Dausch hatten in dieser Woche zusammen mit ihren Ratskollegen das Rathaus im Blick, das aufwendig saniert wird, um seinen Energieverbrauch drastisch einzudämmen. Bild: Dobler
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Schwarzenfeld
11.06.2016
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"Gut gemacht!" Peter Neumeier (ÜPW) geizte nicht mit Lob, als Berthold Braun dem Marktrat die Pläne für die energetische Sanierung des Rathauses vorstellte. Die ist in mehr als einer Hinsicht auf einem guten Weg.

Denn wenn alles läuft, wie erhofft, zahlt die Kosten für das Großprojekt zu zwei Dritteln jemand anders - nämlich das Kommunal-Investitionsprogramm KIP, das zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Gemeinden und Gemeindeverbände vom Staat aufgelegt wurde. "Für die energetische Sanierung des Rathauses ist eine Förderung von 1,03 Millionen Euro in Aussicht gestellt", freute sich Bürgermeister Manfred Rodde bei der Besprechung des Bauvorhabens. Als Gesamtkosten für die Maßnahme stehen stattliche 1,6 Millionen Euro im Raum.

Vor 40 Jahren erbaut


Bevor es um die konkreten Schritte der Sanierung ging, ließ Rodde kurz die Historie des Gebäudes Revue passieren. Das Rathaus, das der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld als Geschäftstelle dient, wurde 1976 errichtet - also vor genau 40 Jahren. 1990 hat man es in östlicher Richtung erweitert. Berthold Braun von der technische Bauverwaltung im Rathaus ist federführend bei der Planung der Sanierung. Neun "Baustellen" hat er ausgemacht, von der Dämmung der Fassade bis zu unabweisbaren Trockenbauarbeiten.

Am teuersten kommt dabei die Erneuerung der Fenster und sonstigen verglasten Flächen, die mit fast 700 000 Euro zu Buche schlagen werden. Immerhin beträgt die Gesamtfensterfläche des Gebäudes 563 Quadratmeter - von den normalen Bürofenstern bis zu den Schrägverglasungen der Sitzungssäle.

Mit 265 000 Euro der zweitteuerste Posten ist die Dämmung der Fassade, wobei die Keraionplatten abgenommen und durch ähnliche ersetzt werden, da sie bei der Demontage voraussichtlich kaputt gehen werden. Noch so ein dicker Rechnungsbrocken wird die Dämmung der Flachdächer, deren Fläche 645 Quadratmeter beträgt. Sie kommt nur unwesentlich billiger als Fassadendämmung.

Sparen mit LED-Leuchten


Energie sparen ist auch der Leitgedanke beim Austausch der Beleuchtung auf das System LED - man wird dadurch die Lichtleistung um den deutlichen Faktor von 32 000 Watt verringern. Rund 130 000 Euro soll dieser Fortschritt kosten. Der Anbau einer elektronisch gesteuerten Sonnenschutzanlage, die die Klimaanlage entlastet, ist ein Projekt, das 114 00 Euro benötigt. Weitere Maßnahmen sind die Sanierung der Sitzungssäle (74 000 Euro an Kosten), der Einbau einer Wärmerückgewinnung in die Lüftungsanlage der Sitzungssäle (33 000 Euro), sowie die Dämmung der Sitzungssaaldecken nach unten (16 000 Euro). Als vergleichsweise kleiner Posten kommt noch ein neues Zutrittskontrollsystem für die Außentüren dazu (6000 Euro).

Die Räte waren einstimmig dafür, dieses Paket anzunehmen und der großen Sanierung grünes Licht zu geben. Sie beginnt, wenn das Geld aus dem Investitionsprogramm auf dem Konto des Marktes gelandet ist. "Die Nachbarkommunen beneiden uns wegen der hohen Förderung", wusste Peter Neumeier, der der Verwaltung seine Anerkennung aussprach.
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