Schwarzenfelder Verwandtschaft und politische Freunde gratulieren
Glückwunsch-Mail an den "lieben Edi"

Das war ein Abend, der den Beteiligten in Erinnerung blieb. Edmund Stoiber gratulierte 2015 dem Markt zu dessen 1000-jährigen Bestehen und trug sich im Beisein von Bürgermeister Manfred Rodde und dessen Stellvertretern Peter Neumeier und Gerhard Peter (von links) ins Goldene Buch ein. Archiv-Bild: Götz
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Schwarzenfeld
28.09.2016
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Edmund Stoiber feierte gestern in Oberbayern seinen 75. Geburtstag, allerdings nur in kleiner Runde mit der Familie, also Frau Karin und den Kindern. "Da war die Verwandtschaft nicht eingeladen", sagte Max Haseneder. Der 70-jährige Schwarzenfelder muss es wissen - immerhin ist er ein Cousin des früheren bayerischen Ministerpräsidenten. Zumindest hat der Max dem "lieben Edi" einen nettes Mal mit Glückwünschen geschrieben. Auch Bürgermeister Manfred Rodde setzte sich am Nachmittag an den Computer, um dem geschätzten Parteifreund einen freundlichen Geburtstagsbrief zu senden.

"Es gibt alle zwei bis drei Jahre ein Familientreffen Haseneder-Stoiber", erzählte Max Haseneder, der in Schwarzenfeld als Zahnarzt tätig war, "und da ist Edmund Stoiber auch dabei". Ein "besonderes Verhältnis" habe der Spitzenpolitiker zu Richard Haseneder gehabt. Der ist 2007 verstorben, war der Vater von Max und der Onkel von Eduard.

Stoibers Vater, der auch Edmund hieß, war der Halbbruder von Richard Haseneder. Vor dem Zweiten Weltkrieg betrieb Familie Stoiber in der Schloßstraße 12 ein Café mit Friseursalon, damals noch "Bader" genannt. Dort wurden nicht nur Haare geschnitten, sondern auch Zähne gezogen - vielleicht ein frühes Indiz dafür, dass Richard Haseneder sich im Markt später als Zahnarzt selbstständig machte.

In Oberaudorf geboren


Edmund Georg Stoiber sen. zog mit seiner Frau Elisabeth nach Oberaudorf, wo 1941 der gleichnamige Sohn Edmund Stoiber als drittes Kind der Familie aufwuchs. An die Wurzeln des Ministerpräsidenten erinnert im Markt Schwarzenfeld noch das von den Einwohnern sogenannte "Stoiberhaus". Das Geburtshaus von Edmund Stoiber sen. wird als "Café Carola" heute vorwiegend von jugendlichen Gästen genutzt.

Bei seinem offiziellen Besuch zur 1000-Jahrfeier des Marktes Schwarzenfeld im vergangenen Jahr berichtete der frühere Ministerpräsident, er könne er sich noch gut an die Erzählungen seines Vaters und seiner Mutter erinnern, deren älteste Tochter Hannelore in Schwarzenfeld zur Welt kam. Was ihm selbst überaus gut im Gedächtnis blieb, seien die Erlebnisse in den Ferien bei seinem Onkel Richard Haseneder: "Das waren immer spannende Tage voller Freiheit."

Stoiber dachte bei seiner Schwarzenfeld-Visite 2015 zurück ans Baden in der Naab, ans Herumstöbern beim Schloss und ans Indianer-Spielen auf dem Miesberg: "Ich gebe zu, ich war in Schwarzenfeld auch oft eine Rothaut - eine Eigenschaft, die mir später nicht unbedingt mehr nachgesagt wurde". Er ließ damals spüren: Die Erinnerungen an diese Zeit bringen ihn heute noch ins Schwärmen.
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