Sorgen beim Skiclub Schwarzenfeld

Der Vorsitzende des Skiclub Schwarzenfeld, Reinhold Ziermeier, (rechts) nahm Ehrungen vor. Franz Dendl (Zweiter von links) löst Julia Ziermeier (links) in der Funktion des Jugendwarts ab. Bild: mab
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Schwarzenfeld
08.03.2016
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Anhaltender Schneemangel der letzten Jahre droht dem Skiclub Schwarzenfeld die Existenzgrundlage in Ödengrub zu entziehen. Aber nicht nur die milden Winter bereiten dem Traditionsclub Sorgen.

Reinhold Ziermeier, Vorsitzender des Clubs, richtete deutliche Worte an die Mitglieder, die sich anlässlich der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Plank in Kögl versammelt hatten. "Es geht gerade noch um", beschrieb der engagierte Vereinschef die derzeitige Situation und hatte dabei die ständig schrumpfende Helferschar während der wenigen Wintermonate im Visier. "Da schauen dich die Kinderaugen der Kleinen in den bunten Skianzügen bei den Kursen erwartungsvoll an und uns fehlt zunehmend das Personal", hat er die prekäre Situation beschrieben.

Dabei ließ sein Rechenschaftsbericht erkennen, dass während des ganzen Jahres über für vielseitig gesellschaftliche Abwechslung gesorgt war. Nicht nur die ureigenste Aufgabe des Wintersportvereines, das Skifahren, zählte zu den Höhepunkten, sondern die 1000-Jahrfeier sorgte mit seinen vielen Glanzpunkten für ein ereignisreiches Jahr. Open-Air-Kino im Eckert-Hof, das stimmungsvolle Oktoberfest in der Skihütte, oder auch Wanderungen waren im Angebot für Groß und Klein vorhanden. Das außerordentliche Engagement im Bereich des Behindertensports durch Instruktor Reinhold Ziermeier, führte dazu, dass mit Manuel Beck das erste sehbehinderte Mitglied in den Verein aufgenommen werden konnte.

Teuere Vorleistungen


"2000 Euro kostet uns das Herrichten des Skigeländes in Ödengrub", informierte der Vorsitzende und machte deutlich, dass bis dahin noch kein einziges Brettl den Skihang passieren konnte. Kürzere schneesichere Phasen und damit weniger Einnahmen zerren am Gemüt des Helferstammes und belasten obendrein noch die Kasse gewaltig. Dazu kommen abnehmende Teilnehmerzahlen bei den Ausfahrten, was nicht selten mit einem Defizit einher geht. "Wo sind denn die Wintersportler des fast 70 Jahre alten Vereins, dem derzeit 670 Mitglieder angehören?" Es ist die Altersstruktur der Vereinsangehörigen und es sind die Spaßfahrten mit Großanbietern, die für einen Rückgang im Vereinsinteresse sorgen.

67 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren beteiligten sich an den Skikursen im Jahr 2015 und auch heuer übertraf die Zahl der kleinen und großen Anfänger diese Vorjahreszahl erheblich. Leider mussten die Arber-Kurse sowie das Angebot am Hohen Bogen mangels Schnee ausfallen. Mit "Zeitmangel" begründete die bisherige Jugendbetreuerin, Julia Ziermeier den Grund, von ihrem Amt zurückzutreten. In die Bresche springt deshalb der frühere Jugendwart, Franz Dendl. Er übernimmt dieses Amt bis zur Neuwahl im Jahr 2018, was mit dankbarem Applaus quittiert wurde. (Im Blickpunkt)
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