Spitze des Fischereiverbandes deshalb gegen weitere Wasserkraftwerke
Angler wollen Fischen den "Turbinentod" ersparen

Der neue Vorstand des Oberpfälzer Fischereiverbandes hat auch weiterhin den langjährigen Vorsitzenden Luitpold Edenhart (Vierter von rechts) an seiner Spitze. Bild: rid
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Schwarzenfeld
31.03.2015
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Seit 15 Jahren steht Luitpold Edenhart (Schwandorf) an der Spitze des Oberpfälzer Fischereiverbandes mit aktuell 17 876 Mitgliedern. Bei der Bezirksversammlung im Jugendheim bestätigten ihn die Delegierten einstimmig im Amt.

Der Präsident lehnt den Bau weiterer Wasserkraftwerke an Naab, Regen und Schwarzach ab. Edenhart forderte die Streichung der Energieeinspeisungsvergütung, die sich "nur für die Betreiber, nicht aber für die Fische" rechne. Ihnen drohe stattdessen der "Turbinentod". Die Teichwirte, Forellenzüchter und Sportanglervereine beklagen die "erheblichen wirtschaftlichen Schäden" durch Kormoran, Fischotter und Silberreiher. Sie erwarten von den Naturschutzorganisationen und Behörden mehr Verständnis für die Teichwirte und die Erlaubnis zu wirksameren Maßnahmen gegen die Fischräuber.

Verband muss Naturschutzauftrag erfüllen

Der Präsident des Landesverbandes, Dr. Albert Göttle, ermunterte die Mitglieder, sich zur Wehr zu setzen gegen Maßnahmen, "die den Interessen der Fischerei zuwider laufen". Der Verband habe einen Naturschutzauftrag zu erfüllen und ihn auch gegen die Widerstände von Politik und Umweltverbänden durchzusetzen. Dr. Albert Göttle zeichnete die stellvertretenden Vorsitzenden des Sportanglerbundes Weiden, Herbert Reitzig und Alfred Beck, mit der silbernen Ehrennadel des Landesverbandes aus und würdigte deren "jahrzehntelangen Einsatz für das Fischereiwesen".

Neuer Bezirksvorstand

Der neu gewählte Bezirksvorstand setzt sich zusammen aus: Präsident Luitpold Edenhart (Schwandorf), den Vizepräsidenten Hans Holler (Regensburg) und Hans Schießl (Schwarzenfeld), Schatzmeister Alexander Schopf (Regensburg), Schriftführerin Silvia Hierstetter (Schwandorf), den Beiräten Robert Bäumler (Neunburg vorm Wald), Werner Bank (Vohenstrauß), Alfred Beck (Weiden), Manfred Beck (Kelheim), Franz Gebert (Cham), Hans-Hermann Lier (Amberg), Hans Medl (Neumarkt), Herbert Reitzig (Weiden) und Lothar Steimann (Dietfurt). Zu Obleuten wurden außerdem ernannt: Reiner Wolfrath (Angelfischer), Otto Maier (Flussfischer), Karl Götz (Forellenzüchter), Alfred Stier (Karpfenteichwirte), Reinhard Wallitschek (Jugendleiter) und Werner Schaefer (Casting).
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