Staatsstraße 2151 wird saniert
Großbaustelle Ortsdurchfahrt

Die Amberger Straße, hier ein Blick ortseinwärts mit der Aral-Tankstelle im Hintergrund, muss in ihrer Funktion als Staatsstraße vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach in Schuss gehalten werden. Das passiert nächstes Jahr, wenn die Fahrbahn auf 1,2 Kilometern Länge einen neuen Belag bekommt. Bilder: Dobler (2)
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Schwarzenfeld
10.06.2016
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Bauingenieur Thomas Dotzler erläuterte die geplante Sanierung von Wasser- und Abwasserleitungen im Bereich der Staatsstraße.

Auf den Markt Schwarzenfeld kommt nächstes Jahr die Sanierung der verkehrsreichsten Durchgangsstraße zu. Es geht um die Staatsstraße 2151, die innerorts Amberger Straße und Neue Amberger Straße heißt. In den Monaten davor werden in dieser Straße Kanäle erneuert.

Das Vorhaben der Straßensanierung geht auf das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach zurück, das im Oktober 2017 damit beginnen möchte. Geplant ist, die Deckschicht der Staatsstraße im Bereich der Ortsdurchfahrt abzufräsen und neu zu asphaltieren. Es geht um den Straßenabschnitt zwischen dem neuen Feuerwehrhaus und der Bahnüberführung beim Einkaufszentrum Am Gleis (Edeka) - also 1200 Meter Strecke, an der 60 Anwesen liegen. Die Staatsstraße ist auch die verkehrsreichste Ortsdurchfahrt des Marktes; auf ihr rollen jeden Tag 15 000 Fahrzeuge.

"Es ist sinnvoll, eventuelle Schäden an den dortigen Wasser- und Abwasserleitungen zu sanieren", sagte Bürgermeister Manfred Rodde bei der Sitzung des Marktrates am Mittwoch im Rathaus.

Kanäle 50 Jahre alt


Bauingenieurin Claudia Scharnagl, die den Räten als Chefin des Regensburger Ingenieurbüros UTE bekannt ist, stellte sich bei der Sitzung als neue Geschäftsführerin des renommierten Amberger Ingenieurbüros Seuss Ingenieure GmbH vor, das seit Jahren für den Markt Schwarzenfeld tätig ist. Dieses Büro hatte den Auftrag erhalten, den Zustand der Wasser- und Abwasserleitungen im Bereich der Ortsdurchfahrt und nördlich davon zu beschreiben. Darauf aufbauend haben die Fachleute aus Amberg dann eine Sanierungsplanung erarbeitet.

Um genauere Angaben darüber zu erhalten, welche Durchmesser die Kanäle haben müssen, wurde das gesamte Gebiet nördlich der Amberger Straße hydraulisch überrechnet. Bauingenieur Thomas Dotzler vom Büro Seuss stellte das Ergebnis vor. Er erläuterte, dass die Kanäle und Wasserleitungen zwischen 50 und 60 Jahre alt sind und somit am Ende ihrer prognostizierten Lebensdauer. "Es sind viele Rohrbrüche aufgetreten", wusste Dotzler über den Bereich der Staatsstraße.

Am Ende hatte der Ingenieur auch Zahlen über die voraussichtlichen Koten parat. Er sprach von 1,6 Millionen Euro, worin sich auch die Kosten von 130 000 Euro für die Sanierung von ausgesuchten Gehwegen und Parkstreifen entlang der Straße befinden.

März 2017 geht es los


Beginnen soll das Aufgraben der Straße im März 2017, sieben Monate vor der Straßensanierung. Wie sich zeigte, hatten einige Räte Nachfragen zu der Sanierung von Teilen von Gehwegen und Parkstreifen neben der Staatsstraße.

"Wir sollten die Gehwege komplett erneuern", forderte Sonja Laußer (CSU), musste sich aber von Rodde vorrechnen lassen, dass man dafür dann nicht 0,1, sondern 1,0 Millionen Euro ausgeben müsste. "Und davon müssten 400 000Euro auf die Anlieger umgelegt werden", warnte er. In der aktuellen Planung habe man sich "auf das Allernötigste" beschränkt.

Thema Gehwege


Trotzdem wollte der Rat das Thema nicht beerdigen, und vor allem Peter Neumeier (ÜPW) wünschte sich "Gehwege und Parkstreifen noch einmal zu diskutieren" - unabhängig von den aktuellen Vorhaben. Am Ende wurde die Sanierungsplanung für Kanäle und Wasserleitungen des Büros Seuss einstimmig gebilligt. Jetzt müssen die Arbeiten ausgeschrieben werden, Anfang 2017 werden die Aufträge erteilt, im Frühjahr geht es los.
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