Stolz auf die Heimat für Blasmusik

Der Kreisvorstand des Nordbayerischen Musikbundes um seinen Vorsitzenden Joseph Ferstl (Dritter von rechts) ist sich sicher: Was den Eifer und die Qualität der Instrumentalisten anbelangt, reicht dies weit über den Begriff "Laienmusik" hinaus. Bild: bph
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Schwarzenfeld
12.03.2016
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In Sachen Blasmusik ist der Landkreis Schwandorf ein "Leuchtturm" in der Oberpfalz. Diese Aussage bei der Kreisversammlung der Kapellen und Spielmannszüge in der Miesberg-Gaststätte kam nicht von ungefähr.

Allerdings weist der Mitgliederstand eine leicht rückläufige Tendenz auf. Joseph Ferstl, der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) im Landkreis Schwandorf, wartete bei der Jahreshauptversammlung mit der Zahl von 1882 Musikerinnen und Musiker in 34 Kapellen und Spielmannszügen auf. Aufgelöst habe sich leider der Spielmannszug Nittenau. Von den 1882 Aktiven sind 790 Personen unter 18 Jahre (42 Prozent). Das Durchschnittsalter liegt bei 24,9 Jahren. Schwandorf stellt von den sieben Kreisverbänden im Bezirk Oberpfalz knapp 23 Prozent der Musiker und über 22 Prozent der Mitgliedsvereine. Mit welchem Einsatz auf Kreisebene das Ehrenamt "Bläsermusik" ausgefüllt werde, lässt sich aus der Tatsache ableiten, dass Joseph Ferstl, Stellvertreter Georg Schmid und Kreisdirigent Anton Lottner im Berichtszeitraum nahezu 2500 Kilometer bei Repräsentationen des Kreisverbandes Schwandorf unterwegs waren.

"Wir Funktionäre erfüllten insgesamt 56 Termine." Nicht erfasst sind da Konzertbesuche ohne offiziellen Anlass wie es Ehrungen oder Auszeichnungen sind.

Was die Nachwuchsausbildung anbelangt, belegte Ferstl dies mit beeindruckenden Zahlen: Über 76 Teilnehmer besuchten den D1-Theorie-Vorbereitungskurs Anfang Februar 2015 in Nabburg. Bei den D1-Leistungsprüfungen ebenfalls in Nabburg Mitte April waren 104 Jugendliche gemeldet, von denen 95 zur Prüfung antraten. Ihre Fähigkeiten unter Beweis stellten im vergangenen Jahr bei D1-Bronze 87 Teilnehmer, D2-Silber 35 und D3-Gold 6 Instrumentalisten. In den Prüfungen Dirigentenphase III und Phase IV war je eine Teilnehmerin aus dem Kreisverband erfolgreich.

Wenn es um Fortbildungsprojekte geht, ist der Kreisverband Hauptinitiator und beispielgebend für die Oberpfalz. Ferstl nannte hier eine beachtliche Anzahl von Workshops.

Als "Präsentation musikalischer Bandbreite" bezeichnete der Vorsitzende das Kreismusikfest am 30. Mai anlässlich des Jubiläums "225 Jahre Blasmusiktradition in Nittenau". Das große Kreismusikfest gab es vom 7. bis zum 9. August zum Jubiläum "40 Jahre Blaskapelle Neukirchen/Schwandorf".

Von einem finanziell erfolgreichen Musikjahr 2015 berichtete Sebastian Lindner. Haupteinnahmequellen waren die Zuwendungen vom Nordbayerischen Musikbund (Bezirk und Bund), der Zuschuss des Landkreises Schwandorf sowie Sponsoring verschiedener Banken und Firmen.

Stellvertretender Bezirksvorsitzender Peter Gaschler freute sich in seinem Grußwort über die Kooperationen im Kreisverband wie das Jungbläser-Coaching, das Kreisjugendorchester oder den "Runden Tisch" im südlichen Städtedreieck.

Das Kreisjugendorchester gibt am 20. März sein erstes Konzert. Am 17. April findet ein "Bayerisch-Böhmisches Kreiskonzert" mit CD-Präsentation um 19 Uhr im Jugendheim Schwarzenfeld statt. Es wird ein Eintritt von fünf Euro erhoben. Der Saal ist bewirtschaftet.
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