Storchenbeobachter Julian Hunzinger
Abschied von Familie Storch

Am Morgen des 31. Juli gelang Julian Hunzinger eine bemerkenswerte fotografische Aufnahme: die komplette Schwarzenfelder Storchenfamilie auf Futtersuche. Bereits einen Tag später machten sich die drei Jungstörche auf den Weg nach Süden. Bild: hfz
Vermischtes
Schwarzenfeld
08.09.2016
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Storchenbeobachter Julian Hunzinger hat das Geschehen rund um den Horst genau im Auge. Der 15-Jährige meldet die entsprechenden Daten regelmäßig an den Naturschutzbund, so dass dort eine Übersicht zur bayerischen Storchenpopulation erstellt werden kann.

Wie Julian unserer Zeitung mitgeteilt hat, "wird es am Storchennest in Schwarzenfeld bald wieder ruhiger, denn das Storchenklappern wird in Kürze vorbei sein". Von der Familie Storch ist nur noch der Vater da.

In diesem Jahr waren vier Jungstörche im Nest. "Leider überlebte ein Jungstorch nicht", bedauert der Beobachter. Die von den Altstörchen aufgezogenen drei jungen Störche nahmen gut genährt am 1. August ihre Reise in den Süden auf. Am 16. August machte sich das Storchenweibchen auf die Reise gen Süden. "Erst fliegen immer die Jungstörche in das Winterquartier, da diese langsamer fliegen als die Eltern", weiß der 15-Jährige.

Der Storchenflug findet auf zwei Routen statt, Ost- und West. Die Ostroute führt über die Slowakei in die Türkei, den Nil entlang bis in den Sudan und in den Tschad. Diese Route benutzen alle Störche, die östlich in der Zugschneise von Deutschland ihren Horst haben. Alle anderen fliegen die Westroute über Frankreich nach Spanien zu den Müllhalden auf Rivas-Vaciamadrid. Nur noch wenige Störche fliegen über die Meerengen von Gibraltar weiter bis nach Südafrika, so auch die Ostzieher.

"Da der Storch nesttreu ist, wird der Schwarzenfelder Storch auch 2017 die Einwohner von Schwarzenfelder und die Storchenfreunde wieder erfreuen", versichert Julian.
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