Streitthema entschärft

Anders, als frühere Überlegungen vorsahen, sind an den Gehwegen und Parkstreifen entlang der Staatsstraße 2151 künftig nur Unterhaltsmaßnahmen geplant, die sich auf mehrere Jahre erstrecken und die Anwohner finanziell nicht belasten. Bilder: Dobler (2)
Vermischtes
Schwarzenfeld
23.09.2016
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Der Kellerwirtsberg, hier ein Blick Richtung Milchwerke, ist Brachland, das als Gewerbegebiet erschlossen wird.

Als die Nachbarn an der Amberger Straße am 10. Juni dieses Jahres die Zeitung aufschlugen, wurden manche von ihnen blass. Von einer Sanierung von Gehwegen und Parkstreifen war da die Rede und von möglicherweise hohen Umlagen für die Anlieger. Also gingen ein paar von ihnen protestierend ins Rathaus.

Behandelt hatte das Thema im Juni der Marktrat. Denn auf den Markt Schwarzenfeld kommt nächstes Jahr die Sanierung der verkehrsreichsten Durchgangsstraße zu, also der Staatsstraße 2151, die innerorts Amberger Straße und Neue Amberger Straße heißt. In den Monaten davor werden dort Kanäle erneuert. Im Zuge dieser Arbeiten sollte auch die Sanierung von ausgesuchten Gehwegen und Parkstreifen entlang der Straße einher gehen, und zwar von Höhe der Aral-Tankstelle bis hinaus zur Karl-Knab-Straße.

Nach der Berichterstattung in der Zeitung über die Juni-Sitzung haben sich einige Anlieger gegen eine beitragspflichtige Sanierung der Gehwege und Parkstreifen ausgesprochen, da dies nicht notwendig sei. Die vorhandenen Verdrückungen und Setzungen sollten in Form von Instandsetzungsmaßnahmen behoben werden - und die Kosten wären somit umlagefrei.

Damit auf den Markt hier nicht zu hohe Ausgaben zukommen, hat man nun verwaltungsseits den Räten vorgeschlagen, an den Gehwegen und Parkstreifen entlang der Staatsstraße 2151 nur Unterhaltsmaßnahmen vorzusehen, die sich auf mehrere Jahre erstrecken. Im Gehwegbereich wäre zum Beispiel möglich, die Asphaltschicht abschnittsweise abzufräsen und eine neue Asphaltschicht auf ganzer Breite aufzubringen, sagte Bürgermeister Manfred Rodde.

Unter dem Parkstreifen


Wie sich zwischenzeitlich gezeigt hat, ist man im Juni bei der Verwaltung noch irrtümlich davon ausgegangen, dass die Wasserleitung auf der nördlichen, also rechten Seite der Straße (ortsauswärts) überwiegend unter dem Parkstreifen verläuft. Jetzt hat es sich aber herausgestellt, dass die Leitung teilweise in der Straße liegt. "Es wäre ratsam, die Wasserleitung in den nördlichen Parkstreifen zu verlegen", versicherte der Bürgermeister. Das hätte den Vorteil, dass Schieber und Unterflurhydranten durch den Verkehr wesentlich weniger in Anspruch genommen würden. "Bei Rohrbrüchen, dem Austausch von Schiebern und ähnlichem müsste nicht die Fahrbahndecke der Staatsstraße geöffnet werden", fasste Rodde zusammen. So kam es, dass der Marktrat mehrheitlich (zwei Gegenstimmen) dafür war, abweichend vom Juni-Beschluss die Wasserleitung unter dem Parkstreifen zu verlegen.

Zu beschäftigen hatte sich das Plenum auch mit dem Kellerwirtsberg, der ein Teil des Gewebegebiets West II wird. Dort ist noch Brachland, eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans lag zwischenzeitlich öffentlich aus. Von den Bürgern hat dazu keiner eine Stellungnahme abgegeben, und die Träger öffentlicher Belange haben sich nicht ablehnend geäußert - wobei das Staatliche Bauamt, das für die vorbeiführende Staatsstraße 2151 zuständig ist, keine Schallschutzmaßnahmen bezahlen möchte. So wurde die Planänderung nun vom Marktrat beschlossen.
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