"Tina Elton und Band" stellt sich vor
Neustart in Rockregionen

Nicht mehr die Jüngsten, aber musikalisch unheimlich gut drauf: Günther Purschwitz am Bass (links), Sängerin Tina Elton und Gitarrist Berhard Jambor (rechts), die beim Aufritt in Schwarzenfeld unterstützt wurden von Schlagzeuger Robert Oberhell. Bild: Dobler
Vermischtes
Schwarzenfeld
11.02.2016
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Günther Purschwitz will es noch einmal wissen. Ihm liegt die Musik im Blut und die letzten regelmäßigen Auftritte mit einer Band sind schon lange her. Also hat er eine neue Gruppe formiert - aus lauter Spitzenleuten. Mit denen will er die lokale Szene aufmischen.

Sage und schreibe 17 Bands sind es, in denen Purschwitz in seiner musikalischen Sturm-und-Drang-Zeit mitgespielt hat. Gute Bassisten konnte man immer brauchen und noch heute erinnert sich der 65-Jährige mit besonderer Freude an seine Zeit mit den "Mad Caps". Die haben 1975 das Licht der Welt erblickt und waren in den Tanzschuppen der Oberpfalz bekannt und beliebt.

Gespielt wurde damals alles was "in" war. Gerne kramte die Truppe im Hardrock-Repertoire - Santana- und Deep Purple-Songs kamen bestens an. "Sieben Jahre war ich dabei", erzählt Purschwitz, der in Wölsendorf lebt und dem einen oder anderen lokalen Fußballfan auch von einer Nebentätigkeit bekannt sein dürfte: Er war nämlich längere Zeit Stadionsprecher beim FC in Schwarzenfeld.

Mitstreiter gefunden


Vor 30 Jahren hat Purschwitz, der früher teilweise als Profi sein Geld mit Auftritten verdient hat, die Musik an den Nagel gehängt. Erloschen ist die Glut aber niemals. Und vor einem Jahr wurde der Rock-Vulkan wieder aktiv. Es kam zu einem Kontakt mit Bernhard Jambor, der in der gleichen Altersliga spielt wie Purschwitz, und sich schon seit langem einen Namen gemacht hat als Gitarrenvirtuose und Meister der Tasteninstrumente.

Jambor, gelernter Maschinenbautechniker, ist seit 25 Jahren freiberuflicher Musiker. "Früher war das Hobby", erzählt er von alten Zeiten, als er bei der "Music Company" und der "New Sound Band" - älteren tanzfreudigen Semestern ein Begriff - spielte. Jetzt gibt Jambor in der Pfreimder Musikschule Gitarren-, Akkordeon- und Keyboardunterricht. Mit seinem Partner Erwin Loew ist er außerdem als Duo unterwegs. "Golden Dance" nennen sich die beiden, die im bayerischen Raum zum Tanztee spielen, bei Hochzeiten, Feiern und Festen gebucht werden. In Bad Füssing, am "Haslinger Hof", und in der Riedenburger Schlosstaverne sind die Musiker keine Unbekannten.

Sängerin Glücksgriff


Ein Glücksgriff für Purschwitz und Jambor war, dass die Sängerin Tina Elton (das ist ein Künstlername) ebenfalls wieder Lust verspürte, aufzutreten. Auch sie verfügt über Bühnenerfahrungen, die Jahrzehnte zurück reichen. In ihrer großen Zeit arbeitete sie mit einem Künstler zusammen, der internationales Renommee genoss und genießt - Frank Baum. Baum ist zwischenzeitlich knapp 80, lebt in Ebermannsdorf bei Amberg und hat es als einer der wenigen zeitgenössischen Oberpfälzer auf einen Wikipedia-Eintrag geschafft. Er wurde bekannt als Pedal-Steel-Gitarre-Spieler, der mit seiner Band "Country Green" und als Studiomusiker enorme Popularität genoss. 1986 wurde Country Green sogar zur besten europäischen Country-Band gekürt und die stimmgewaltige Tina Elton war ihr Aushängeschild. Sie lebt im nördlichen Landkreis Schwandorf, so dass Proben wie heute Abend in Schwarzenfeld kein Problem sind.

Komplettiert wird die Gruppe, die sich noch keinen griffigen Namen gegeben hat und derzeit als "Tina Elton und Band" firmiert, von dem vergleichsweise jungen Amberger Schlagzeuger Robert Oberhell, dem Keyboarder Alexander Dobmeier und dem Saxofonisten Harry Griggel, beide aus dem Raum Amberg. "Und wir suchen noch einen zweiten Gitarristen", ergänzt Günther Purschwitz, der sich für diese Suche bereits die Hilfe der Schwandorfer Rockgitarrenlegende Joe Brandl von Nez Perce gesichert hat.

Blues in jeder Variante


Wer glaubt, "Tina Elton und Band" sei auf der leichten Welle unterwegs, irrt gewaltig. Die Recken lieben nämlich Blues in jeder Variante. Wie sich das anhört war kürzlich bei einem kleinen, fast privaten Auftritt in Schwarzenfeld zu hören, der die Zuhörer restlos begeisterte. Noch ist die Truppe noch nicht komplett - aber sollte sie es demnächst sein, wird man von Purschwitz und Co sicher noch eine Menge hören.
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