Trauerfeier für Josef Manner
Abschied von einem verdienten Mann

Josef Manner Bild: hfz
Vermischtes
Schwarzenfeld
10.06.2016
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"Der Skiclub nimmt heute Abschied von einem seiner Besten": Der frühere, langjährige Vorsitzende Alwin Werner brachte die Leistungen des nun im Alter von 82 Jahren verstorbenen Josef Manner auf den Punkt.

Am offenen Grab erinnerte er in persönlich gehaltenen Worten daran, dass der "Manner Sepp" dem Verein zu seiner Blüte verhalf. Im Januar 1950, wenige Tage nach der Gründung beigetreten, übernahm Josef Manner in den darauf folgenden Jahrzehnten vielfältige Funktionen.

Ehrenhüttenwirt


Er gehörte zu den Initiatoren des Hütten- und Liftbaus, stellte sich als Kassier genauso in den Dienst des Clubs wie als Übungs-, Renn- und Fahrtenleiter. Die Anlagen in Ödengrub betrachtete er stets zuverlässig und engagiert als Herzensangelegenheit, weshalb ihn der Verein schließlich zum Ehrenmitglied und Ehrenhüttenwirt machte.

Ebenso verlor der 1. FC Schwarzenfeld eines seiner überaus aktiven Mitglieder. Zweiter Vorsitzender Manfred Müller rief auf dem Friedhof die Zeiten in Erinnerung, in denen Josef Manner mit seinen Freunden und viel Leidenschaft zu seinem Sport die Tischtennis-Abteilung des Vereins aus der Taufe gehoben hatte. Als Oberpfalzmeister und Nummer eins der Mannschaft gehörte er zudem auch zu den erfolgreichsten Spielern dieser Sparte. 65 Jahre hielt er dem Verein die Treue.

61 Jahre gehörte Josef Manner der Siedlergemeinschaft an. Ihre Arbeit unterstützte er in mehreren Ämtern der erweiterten Vorstandschaft. Auch diese Arbeit fand Anerkennung in einem Nachruf, den Ehrenmitglied Rudolf Pelikan sprach.

Den Trauergottesdienst für Josef Manner, der vollkommen unerwartet verstorben war, hatte Pfarrer Heinrich Rosner in der Pfarrkirche vor der Urnenbeisetzung zelebriert. Er nannte dabei auch Stationen aus dem Leben des gebürtigen Schönseers, der dann in Schwarzenfeld aufgewachsen war und hier den Beruf des Sattlers erlernt hatte, bevor er lange Zeit zum Stammpersonal des Buchtal-Werkes zählte.

In jüngster Zeit hatte er zwei schwere Schicksalsschläge ertragen müssen: Im Januar 2014 war ihm seine Frau Emma nach 59 Ehejahren in den Tod voraus gegangen, im Dezember 2015 verlor seine Tochter Gaby Ziermeier den Kampf gegen eine tückische Krankheit.

Auch Marktrat gedenkt


Des Verstorbenen gedacht wurde auch am Mittwoch zu Beginn der Sitzung des Marktrates, als Bürgermeister Manfred Rodde die Mitglieder des Plenums bat, sich zu erheben. Danach skizzierte Rodde ein paar kommunalpolitische Eckpfeiler im Leben Josef Manners, der für die Siedler-Liste eine Wahlperiode lang, von 1984 bis 1990, im Rat saß.

Er war in dieser Zeit auch Mitglied im Hauptverwaltungsausschuss des Marktrates und im Rechnungsprüfungsausschuss; als stellvertretendes Mitglied gehörte Josef Manner dem Finanz- und dem Bauausschuss an.
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