Lehrzeit in einem modernen Großbetrieb
Ministerin Emilia Müller besucht zum „Bayerischen Tag der Ausbildung“ die Privatmolkerei Bechtel

Eine junge Auszubildende (links) erläuterte Ministerin Emilia Müller und ihren Begleitern, was in der Produktion der Molkerei vor sich geht. Bild: Hartl
Wirtschaft
Schwarzenfeld
22.02.2016
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Wer hätte das gedacht: Am Beginn einer Fachausbildung in der Privatmolkerei Bechtel stehen zwei Tage in dem Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchviehhaltung in Almesbach bei Weiden. Was die jungen Leute dort lernen? Melken.

Und das sei durchaus sinnvoll, meinte Bechtel-Geschäftsführer René Guhl, der gerade eines der modernsten und technikgesteuerten Unternehmen der deutschen Lebensmittelbranche erweitert. Die Auszubildenden sollen nicht vergessen, wo der "Rohstoff" herkommt, den die Firma zu Millionen Litern in der Woche verarbeitet. Von der Kuh nämlich, der Natur also. Und dass die Bauern, die Lieferanten des Unternehmens, 365 Tage im Jahr für die Molkerei tätig seien.

Zu den Zuhörern dieses Grundsatz-Statements gehörte die bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration Emilia Müller. Sie adelte die Milchwerke am Montag mit ihrem Besuch, flankiert vom örtlichen Bürgermeister Manfred Rodde und Landrat Thomas Ebeling, beides Parteifreunde der CSU-Politikerin. Die propagierte in Schwarzenfeld und später in Weiden sowie in Hoffenstetten bei Neunburg vorm Wald den "Bayerischen Tag der Ausbildung", mit dem eine Lanze für die Berufsausbildung und das Duale Studieren gebrochen werden sollte.

Es muss doch nicht jeder an die Hochschule, lautet der stille Untertitel des Ausbildungs-Tages und Geschäftsführer Guhl pries sein Unternehmen als ausbildungs- und übernahmewillig an. Immerhin weist die Molkerei bei 450 Mitarbeitern 48 Azubis auf, was mehr als zehn Prozent der Belegschaft sind. Zu melken braucht man am Ende der Lehrzeit natürlich nicht mehr, da ist man dann Teil einer hochmodernen Veredelungsanlage, ist Milchtechnologe von Beruf oder milchwirtschaftlicher Laborant, Mechatroniker, Betriebstechniker, Lagerlogistik-Fachkraft oder auch Industrie- oder Informatikkaufmann. Die Palette ist also groß und Weiterbildungswilligen werden keine Steine in den Weg gelegt, sagte Guhl. Die Ministerin hörte es gerne und durfte auch noch ein bisschen Produktionsluft schnuppern. Danach ging es weiter. Eine wichtige Station war außerdem das Landhotel Birkenhof in Hofenstetten, wo es um das Thema Nachwuchs im Gastgewerbe ging.
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