Wohnen am Ufer der Naab

Das alte Gebäude zwischen der Neue Amberger und der Schloßstraße kommt weg. An seine Stelle wird ein Wohnblock für zwölf Parteien treten. Der Bauausschuss gab einer Umplanung des Bauherren nun grünes Licht. Bild: Dobler
Wirtschaft
Schwarzenfeld
07.08.2015
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Die Firma Wenisch plant auf dem Anwesen Schlossstraße 17 (ehemals Metzgerei Karger) die Errichtung eines dreigeschossigen Gebäudes mit zwölf Wohnungen. Die Erschließung kann wegen des Staatlichen Bauamts nur über die Schlossstraße erfolgen.

Weitere Forderungen sind, dass das Bauvorhaben einen Mindestabstand von neun Metern zum nächstgelegenen Rand der befestigten Fahrbahn der Staatsstraße 2151 einhalten muss. Darüber hinaus wird von der Wasserwirtschaft gefordert, dass das Gebäude für die Gewässerunterhaltung und den Hochwasserschutz einen sechs Meter breiten Geländestreifen zur vorhandenen Böschungsoberkante zur Naab hin einhält.

24 Stellplätze nötig

Für dieses Vorhaben sind 24 Stellplätze erforderlich. Die Planungen sahen vor, die Stellplätze, in Form von Carports dem Wohngebäude vorgelagert, entlang der gesamten Straßenfront zur Schlossstraße hin zu errichten. Damit hätten die fünf öffentlichen Stellplätze sowie die Begrünung vor dem Anwesen weichen müssen. Sie wurden im Zuge des Ausbaus der Schlossstraße geschaffen. Öffentliche Stellplätze sind in der südlichen Schlossstraße nicht übermäßig vorhanden. Ein Bedarf ist für Besucher gegeben. "Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um eine städtebaulich sinnvolle Nachverdichtung", hieß es in der Sitzung. Die vorliegende Eingabeplanung wurde dem städtebaulichen Berater, Dr. Emil Lehner, zur Beurteilung vorgelegt. Gegenüber dem ursprünglichen Konzept wurde mit der nun vorliegenden Planung des Gebäudekörpers eine deutliche Verbesserung erreicht, wenn gleich das Gebäude durchaus etwas massiv zur bestehenden Bebauung wirkt.

Dies ist oftmals das Problem von Nachverdichtungen. Lehner vertritt die Auffassung, dass unter Abwägung der städtebaulichen Aspekte dies allerdings noch möglich sei. Der Bauherr hat versucht den Anregungen und Vorschlägen Rechnung zu tragen und den Grundrissplan überarbeitet. Die Auto-Stellflächen sind nun allesamt im Westen des Grundstücks angeordnet. Das Gebäude wurde zudem um 90 Grad gedreht, so dass der Zugang zum Gebäude nicht von Norden, sondern von Westen erfolgt.

Die Stellplätze können dadurch über eine Zufahrt von der Schlossstraße angefahren werden. Dadurch werden die vorgelagerten öffentlichen Stellplätze, sowie Begrünung und Beleuchtung überwiegend erhalten. Dem Bauvorhaben wurde schließlich das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Ein wegfallender, öffentlicher Stellplatz ist abzulösen.

Zur Wahrung des öffentlichen Straßenraums hat die neu anzulegende Grundstückszufahrt entsprechend des Bestands mit Granit-Kleinsteinpflaster zu erfolgen. Die Kosten für die Neuanlegung der Grundstückszufahrt oder für die Versetzung des Baums oder eine Ersatzbepflanzung hat der Bauherr zu tragen.
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