Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein zieht Bilanz
Über den Gartenzaun hinaus

Referentin Angelika Lang-Salzl stellte die Kräuter und ihre Heilwirkkung vor. Bild: mad
Freizeit
Schwarzhofen
16.03.2016
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Schwarzhofen/Zangenstein. Nicht nur die eigenen Grün-Oasen haben die Mitglieder des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins Zangenstein im Blick. Neue Impulse soll heuer eine Fahrt zur Landesgartenschau liefern. Für Kritik bei der Frühjahrsversammlung sorgte der schlechte Zustand der Ruhebänke.

Vorsitzender Albert Köppl blickte zunächst auf die vergangenen Monate zurück. Er rief unter anderem den Vereinsausflug in den Bayerischen Wald und die Faschingsparty für die Kinder in Erinnerung. Heuer möchte der GOV der Landesgartenschau in Bayreuth am 18. Juni oder 2. Juli einen Besuch abstatten. Für die Kinder ist in den Sommerferien "Werken mit Ton" bei Ingrid Scheck geplant, im Herbst sollen Ehrungen stattfinden. Aus den Reihen der Mitglieder wurde beklagt, dass etliche Ruhebänke in schlechtem Zustand sind und ausgebessert oder erneuert werden sollten.

In einem Fachvortrag rückte Referentin Angelika Lang-Salzl die Kräuter für eine Frühlings- oder Gründonnerstagssuppe in den Blickpunkt. Sie informierte zunächst, dass einst den Germanen die Zahl 3 heilig war. Sie verehrten viele Götter, darunter die Frühlingsgöttin Ostara, von der sich auch die Bezeichnung Ostern ableite. Die Zahl 9 sei der Muttergöttin geweiht gewesen, die Suppe sollte deshalb dreimal drei Kräuter enthalten: 3 für Gesundheit, 3 für Schönheit und 3 für Fruchtbarkeit.

Im Mittelalter sollte die Gründonnerstagssuppe an das Leiden Christi erinnern. Die Referentin empfahl, die Kräuter nur zu pflücken, wenn man sie genau kenne, und diese am besten am späten Vormittag sammeln. Für die Suppe gebe es verschiedene Zubereitungsmöglichkeiten.

Angelika Lang-Salzl stellte die neun Kräuter vor und informierte über Inhaltsstoffe und Heilwirkung. Sie hatte auch Proben dabei und ließ die Zuhörer kosten. Zum Abschluss hatte die Referentin einen Topf mit Suppe mitgebracht und jedes Mitglied durften einen Teller genießen.
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