Arbeitskreis befasst sich mit Ausbau der Ortsdurchfahrt
Breite Zustimmung für Entwurfsplanung

Bürgermeister Maximilian Beer verteilte beim Treffen des Arbeitskreises Altortsanierung die Gestaltungssatzung und Handreichungen zum kommunalen Förderprogramm. Bild: rid
Lokales
Schwarzhofen
02.12.2015
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Bürgermeister Maximilian Beer will die Bürger beim Ausbau der Ortsdurchfahrt mitnehmen und hat deshalb einen Arbeitskreis ins Leben gerufen, der am Montag im Gasthaus Gillitzer zum zweiten Mal tagte. Er hob die Bedeutung der Maßnahme hervor und betonte: "Es ist ein Projekt, das uns alle verbindet."

Vor dem Arbeitskreistreffen hatte der Bürgermeister ein Gespräch mit dem Pfarrer und erfuhr, dass die Kirchenverwaltung dem Abriss des Lehrnbecher-Anwesens zustimmen werde. Dadurch lasse sich der dahinter liegende Pfarrhof in das Straßenensemble integrieren. Maximilian Beer sprach beim "Ausbau der Magistrale" von einer "konzertierten Aktion" der Gemeinde, der Planer und der Fachstellen.

Ein Glücksfall sei es, so der Bürgermeister, dass der Markt schon seit 1989 zur Kulisse der Städtebauförderung gehöre. Für eine Kommune dieser Größenordnung sei dies eher selten. Mit den Vorteilen seien aber auch Pflichten verbunden. Beer: "Wenn wir etwas verändern und dafür eine Förderung erhalten wollen, müssen wir uns an gewisse Spielregeln halten." Von der Fenster- und Fassadengestaltung über den Dachausbau bis zu Einfriedungen und Treppen mit öffentlicher Wirkung: Für alle 77 Parzellen im Sanierungsgebiet gelte eine Gestaltungssatzung.

Diplom-Wirtschaftsingenieur Ernst Zobel von der "Stadtbau Amberg" stellte den Hausbesitzern attraktive Förderprogramme in Aussicht, wenn sie ihre Anwesen sanieren. Die nicht abgedeckten Kosten ließen sich zudem zu hundert Prozent steuerlich geltend machen. Ziel der Fördermaßnahmen sei es, städtebauliche Missstände zu beseitigen, so der Vertreter des Sanierungsträgers.

Die Pläne der Gemeinde für den Ausbau der Ortsdurchfahrt stießen im Arbeitskreis auf breite Zustimmung. Der Entwurf des Architekten Hartmut Schließer und des Planungsbüros Alfred Weiß sehen asphaltierte Abschnitte in der Neunburger Straße mit Pflasterflächen an den Einmündungen vor. "Den Raum gestalten und die Aufenthaltsqualität für die Fußgänger erhöhen", nennt Diplom-Ingenieur (FH) Alfred Weiß als Ziel. Angesichts des zunehmenden Schwerlastverkehrs sei dieser Spagat eine Herausforderung. Erreichen lasse sich das Vorhaben durch eine Verengung der Fahrbahn, eine Verbreiterung der Gehwege und die Schaffung von Grünflächen.

Mit dem Entwurf will die Gemeinde nun an die Fachstellen "Straßenbauamt" und "Städtebauförderung" herantreten. Auch der Gemeinderat muss die Pläne noch absegnen.
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