Ausbau der Kreisstraße SAD 40 ist der Planung voraus - Gesamtkosten liegen bei rund 1,7 ...
Vorsprung von rund 700 Metern erarbeitet

Auf einer Länge von zwei Kilometern wird die Kreisstraße SAD 40 ausgebaut: Landrat Thomas Ebeling, Stellvertreter Arnold Kimmerl und Bürgermeister Maximilian Beer (Zweiter von rechts) bekommen die Planung durch Martin Ruider (Dritter von links), zuständiger Bauleiter am Landratsamt, und Vertreter der Baufirma Hilz erläutert. Bild: Mardanow
Lokales
Schwarzhofen
27.10.2015
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Seit Juni rollen die Bagger: Auf einer Länge von rund zwei Kilometern wird die Fahrbahn breiter, Kurven werden größer gefasst. Um die Kreisstraße SAD 40 für den heutigen Verkehr zu rüsten, nimmt der Landkreis Schwandorf einiges an Geld in die Hand.

"Diese Straße stammt noch aus alten Zeiten", wusste Landrat Thomas Ebeling, als er sich, zusammen mit Stellvertreter Arnold Kimmerl, am Dienstag auf der Baustelle informierte. Die einstige NEN 7 war in den 60er Jahren durch den Altlandkreis Neunburg errichtet worden. Die Streckenführung entspricht noch dem ursprünglichen Ausbauzustand.

Dank an Grundstückseigner

Die bisherige Fahrbahnbreite von fünf Metern ist für das aktuelle Verkehrsaufkommen zu gering dimensioniert, mit dem Ausbau werden sechs Meter daraus. In den Kurven wird die Strecke auf bis zu sieben Meter aufgeweitet. Der Landrat nutzte die Gelegenheit zu einem Dank an die 25 beteiligten Grundstückseigentümer für ihre Abgabebereitschaft. Die Gesamtkosten des Ausbauprojekts bezifferte Ebeling auf circa 1,7 Millionen Euro.

Martin Ruider, Mitarbeiter in der Tiefbauverwaltung des Landratsamtes, ging detailliert auf das Projekt ein. So hatten die Arbeiten im Juni mit einer Kampfmittelsondierung begonnen, weil der Ortsteil Häuslern 1945 bombardiert worden war. Allerdings seien lediglich 20 Kilo Metallschrott eingesammelt worden, "Blindgänger und sonstige Kampfmittel wurden nicht gefunden", so der Bauleiter. Für die anschließenden Rodungsarbeiten wurde die Straße bis hinauf zur Kreuzung mit der SAD 37 komplett gesperrt.

Begünstigt vom Wetter und durch den verstärkten Maschinen- und Personaleinsatz durch die beauftragte Firma Hilz (Spiegelau), liegt die Maßnahme dem Plan weit voraus: Hätten heuer ursprünglich rund 900 Meter Straße ausgebaut werden soll, sind es mittlerweile schon 1600 Meter - "auch der erste Frostschutz ist schon eingebaut", sagt Martin Ruider. Während der Winterpause auf der Baustelle soll die Trasse bei einem Tempolimit von 50 km/h befahrbar sein.

Im Frühjahr werden die Arbeiten mit dem Ausbau der Kreuzung mit der SAD 37 und dem Weiterbau der Straße in Richtung Geratshofen fortgesetzt. Dazu muss eine Vollsperrung der SAD 40 und des gesamten Kreuzungsbereichs angeordnet werden. Die Umleitung wird weiträumig ausgeschildert.

Unfallgefahr reduziert

Bürgermeister Maximilian Beer bedankte sich beim Landkreis, der hier "gutes und viel Geld" in die Hand nehme, um eine wesentliche Anbindung der Marktgemeinde zu erneuern. Er begrüßte die Entschärfung der unfallträchtigem Kurvensituation entlang der Straße. Robert Niesner, Bauleiter bei der Firma Hilz, erwartet die Fertigstellung bis Juli, das wäre drei Monate früher als zunächst geplant. "Vorausgesetzt allerdings, der Winter ist nicht zu lang und wir können im März wieder anfangen."
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