Bayern Tour Natur führt durch die Schwarzachauen - Tieren und Pflanzen begegnet
Von der Biene bis zum Biber

Herbert Vogl (links) führte die kleinen und großen Teilnehmer an der Bayern Tour Natur durch die Auwiesen an der Schwarzach. Bild: mad
Lokales
Schwarzhofen
23.05.2015
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Der Bienengarten in Schwarzeneck war Ausgangspunkt für die Neuauflage der Bayern Tour Natur. 20 Erwachsene und 5 Kinder machten sich unter der Führung von Herbert Vogl und Hans Hofweber auf den Weg.

Nachdem Hofweber, der frühere Vorsitzende des Imkervereins, den Bienengarten erläutert hatte, verdeutlichte sein Amtsnachfolger Herbert Vogl die wirtschaftliche Bedeutung der Honig- und Wildbienen. Von den rund 550 bekannten Wildbienenarten sind etwa 350 im Landkreis Schwandorf vertreten. Die Kinder durften die Zelle einer frisch geschlüpften Bienenkönigin begutachten und staunten über das gut frequentierte Insektenhotel. Auch Bürgermeister Maximilian Beer, der später hinzu stieß, war begeistert von der Vielzahl der ein und aus fliegenden Wildbienen.

Etwa 2,5 Kilometer lang war die anschließende Wanderung, die zunächst der Gemeindeverbindungsstraße Schwarzeneck-Schwarzhofen bis kurz vor Häuslarn folgte. Dort bog die Delegation in die Auwiesen in Richtung alter Sportplatz und Jugendzeltplatz ab. An markanten Orten gab es Informationen über die typische Auenflora. Zahlreiche Fragen zur Heilwirkung einzelner Pflanzen wurden beantwortet, dabei stellten Hofweber und Vogl auch die besondere Wirkung der Brennnessel heraus.

Bedauert wurde, dass die Vegetation an der Schwarzach nicht mehr so dicht wie früher ist, hier leiste der Biber "ganze Arbeit". Dieser nage bevorzugt blühende Pflanzen (Bäume) wie Weiden, Traubenkirschen und Wildkirschen an. Selbst die gerbsäurehaltige Eiche und junge Erlen fallen dem Biber zum Opfer. Den Weißdorn - übrigens ein hervorragendes Herz- und Kreislaufmittel - verschmäht er.

Drastisch wurde den Natur-Wanderern die schlechte Wasserqualität in der Schwarzach vor Augen geführt: Auf halber Strecke Richtung Schwarzeneck beobachteten sie im Fluss den Todeskampf eines Karpfens. Nach zahlreichen weiteren Informationen steuerte die Gruppe nach knapp zwei Stunden wieder den Bienengarten an. Dort wurden Getränke und eine kleine Stärkung serviert.
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