Bürgerbeteiligung mit Tatkraft

Lokales
Schwarzhofen
07.05.2015
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Der Bau einer Dorfscheune soll den Schlusspunkt unter die Dorferneuerung in Schönau setzen. Einstimmig hat der Marktgemeinderat das Projekt genehmigt. Auch die Feuerwehr Uckersdorf hat Großes vor.

Wie Bürgermeister Maximilian Beer den Räten erklärte, habe die Dorfgemeinschaft Schönau einen "intensiven Dialog" über dieses letzte Projekt im Erneuerungsverfahrens geführt. Der Standort für die Dorfscheune sei nun in Richtung des Anwesens Winter versetzt worden. Damit rücke der Bau aus dem Nahbereich des Bodendenkmals "Schloss", das hier vom Landesamt für Denkmalpflege verzeichnet ist. In der Hauptsache soll die Scheune als Unterstellplatz, beispielsweise für die Spielplatz-Geräte, dienen - "ein Gemeinschaftshaus oder gar ein Dorfwirtshaus ist nicht geplant", antwortete der Bürgermeister auf Nachfrage von Ratsmitglied Andreas Immervoll (SPD).

Das Dorf bringt sich ein

Zur Finanzierung der Maßnahme werde die Dorfgemeinschaft, für die der örtliche Beauftragte Markus Tischler an der Sitzung teilnahm, Arbeitsstunden im Wert von 4000 Euro erbringen, die gleiche Summe soll das Dorf aus den Einnahmen des Kranzlmarktes beisteuern. Das Amt für Ländliche Entwicklung unterstützt das Projekt mit 58 Prozent Förderung, der Markt plant Haushaltsmittel in Höhe von 5000 Euro ein. Das Vorhaben ging schließlich ohne Gegenstimme über den Ratstisch. Neben der Scheune soll noch ein Brunnen und eventuell - "wenn noch Geld, Lust und Laune da ist" (Beer) - ein Backofen errichtet werden. Eine durch den Scheunen-Bau geringfügige Verkleinerung des Rückhaltebereichs am Schönauer Bach, soll durch den Bau einer Mulde oberhalb des Dorfes möglichst kostengünstig ausgeglichen werden.

Ebenfalls einstimmig genehmigte das Gremium den Antrag des Marktes, das Gerätehaus der Feuerwehr Uckersdorf zu erweitern. Die Mitglieder - zweiter Vorsitzender Josef Sorgenfrei lauschte dem Sitzungsverlauf - möchten das Vorhaben in Eigenleistung stemmen. Auf den Markt kämen nur die Kosten für ein neues Tor zu, wie der Bürgermeister verdeutlichte. Mit dem Umbau möchte die Wehr Schutzausrüstung und Material "mausfrei und trocken unterbringen" und ihr Fahrzeug unterstellen. Der Bürgermeister würdigte das Engagement der Ortswehr: Hier arbeite "ein kleiner, aber feiner Kreis mit Herzblut und Begeisterung".

Gegen Protokoll-Änderung

Zu Beginn der Sitzung hatte das Gremium einen Antrag von Martin Ruider (CWU) auf Änderung des Protokolls mit 1:9 Stimmen abgelehnt. Er hatte vorgeschlagen, ergänzende Aussagen zum Betrieb des Steinbruchs in Haag aufzunehmen, die in der März-Tagung gefallen waren. Bürgermeister Beer hatte darauf verwiesen, dass über die Sitzungen keine exakten Redeprotokolle geführt werden. Positiv beantwortet wurde eine Bauvoranfrage von Susanne und Markus Scharl für ein Zweifamilienhauses mit Carport in Häuslern.
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