Caritas vor Umbruch

Pfarrer Markus Urban und Geschäftsführerin Daniela Friedrich erläuterten den bevorstehenden Umbruch bei den Caritas-Sozialstationen. Bild: mad
Lokales
Schwarzhofen
30.11.2015
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Wohin geht die Reise der Caritas-Sozialstationen im Landkreis? Bei der Jahresversammlung des Stützpunkts Neunburg bildete eine bevorstehende Umstrukturierung das Hauptthema: Der bisher bestehende Verbund aus vier Stationen wird aufgelöst.

Es seien gravierende Veränderungen, die den Caritas-Sozialstationen im Landkreis Schwandorf durch die Umstrukturierung ins Haus stehen, bekamen die Mitglieder zu hören. Ursprünglich war geplant, dass bei der Hauptversammlung der beim Caritas-Diözesanverband zuständige Referatsleiter für ambulante Pflege/Sozialstationen, Georg Forster, Rede und Antwort stehen sollte, doch zum Termin war er nicht zur Stelle.

Kündigung ausgesprochen

An seiner Stelle lieferten Pfarrer Markus Urban und Geschäftsführerin Daniela Friedrich Informationen. Geplant sei, dass nach dem jetzigen Stand der Verbund der vier Sozialstationen - Burglengenfeld, Neunburg, Nittenau-Bruck und Oberviechtach - aufgelöst wird, jede Station soll künftig für sich selbst arbeiten. Deshalb wurde bereits Geschäftsführerin Friedrich sowie den Sozialpädagoginnen Birgit Kramer und Juliane Wudtke die Kündigung ausgesprochen. Daniela Friedrich werde noch bis 18. Dezember weiter arbeiten.

Pfarrer Markus Urban beklagte den Arbeitsaufwand durch die bevorstehenden Maßnahmen, allein der Schriftwechsel fülle bereits drei Ordner. Als besonders belastend empfand er auch den Zeitaufwand, der dann für die eigentliche Seelsorgearbeit in den beiden Pfarreien Schwarzhofen und Dieterskirchen verloren gehe. Auch die Zukunft der Krankenpflegevereine sei noch ungewiss. Geschäftsführerin Daniela Friedrich verabschiedete sich von den Mitgliedern und dem Vorstandsteam. Sie bedankte sich für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit, besonders mit Pfarrer Urban. Dieser gab den Dank an Daniela Friedrich zurück.

Zuvor hatte die Geschäftsführerin einen ausführlichen Tätigkeitsbericht für das vergangene Jahr vorgelegt. Die Zahl der Patienten der Caritas-Sozialstation Neunburg sei stagniert, sie lag 2014 bei 231; man erbrachte 173 391 Verrichtungen. Die Mitarbeiterinnen seien überwiegend in Teilzeit beschäftigt, ihre Zahl entspreche etwa 14 Vollzeitkräften. Ein Austausch mit anderen Sozialstationen finde bei Bedarf statt. Der Mangel an Pflegekräften werde bald auch hier zunehmen. Die Mitgliedszahlen in den Krankenpflegevereinen nehme - altersbedingt - ab. Die Vereine vor Ort leisteten einen großen Beitrag zu Finanzierung, denn sie führen 90 Prozent der Beiträge an die Sozialstation ab. Für das Betreute Wohnen daheim seien 32 Leistungsbezieher verzeichnet, 31 Hausnotrufanschlüsse sind eingerichtet, Anbieter sind nun die Johanniter. Für den Hospizdienst seien bei 16 Personen 113 Stunden ehrenamtlich erbracht. Die Fachstelle für pflegende Angehörige sei gut in Anspruch genommen.

Ergebnisse beleuchtet

Ein imposantes Zahlenwerk führte Geschäftsführerin Friedrich bei der Vorstellung des Haushaltsergebnisses vor Augen, wobei sie die Ergebnisse der Station Neunburg und aller andern auflistete und enorme Geldbewegungen dokumentierte. Kassenprüfer Josef Grabinger bescheinigte eine absolut korrekte Führung der Kassengeschäfte.
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