Die Lust am Sanieren wecken

Lokales
Schwarzhofen
24.11.2015
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"Ein Ruck soll durch den Ort gehen", wünscht sich Bürgermeister Maximilian Beer. Mit einem aufgestockten Förderprogramm will der Marktgemeinderat der Altortsanierung wieder mehr Schub geben. Impulsgeber für Investitionen soll ein Straßenbauprojekt sein.

Seit fast 20 Jahren unterstützt der Markt private Sanierungs- und Gestaltungsmaßnahmen, im Oktober 1996 wurde für die Altortsanierung ein Kommunales Förderprogramm aufgelegt. "Es sind doch einige Projekte unterstützt worden", blickte Bürgermeister Maximilian Beer in der Sitzung am Montag zurück. Doch in den vergangenen Jahren seien die Förderanträge ausgeblieben - "da hat es nichts Konkretes gegeben".

Hoffen auf Signalwirkung

Nun soll das Programm wieder wachgeküsst werden. Signalwirkung erhofft sich der Markt durch die Planungen für den Ausbau der Ortsdurchfahrt. Sie könnte den Anstoß dafür liefern, dass Bürger und private Eigentümer wieder verstärkt in die Modernisierung und Sanierung ihrer Anwesen sowie in die Freiflächengestaltung investieren.

Auch die Gemeinde will die Weichen in diese Richtung stellen. Den Marktgemeinderäten lag am Montag die Neufassung des örtlichen Förderprogramms vor. Neben Anpassungen an die aktuelle Rechtslage und Verwaltungspraxis, ist künftig auch ein Geschäftsflächenprogramm vorgesehen. Damit fördert die Gemeinde im festgelegten Sanierungsgebiet "Alter Marktort" nicht mehr nur private Vorhaben, sondern auch Baumaßnahmen auf dem Gewerbesektor. Einen zusätzlichen Anreiz erhofft sich die Gemeinde durch eine Erhöhung des Fördervolumens: Künftig sollen pro Jahr 30 000 Euro im Haushalt eingeplant waren, bisher lag die Summe bei 20 000 Euro. Je nach Nachfrage soll es möglich sein, den Fördertopf per Gemeinderatsbeschluss noch mehr zu füllen.

Die Neufassung des Förderprogramms ging einstimmig über den Ratstisch. Bürgermeister Beer hoffte, dass die gemeindlichen Zuschüsse möglichst viel in Anspruch genommen werden: "Es gibt im Altort einige Objekte, die der Aufhübschung bedürfen", befand er und setzte darauf, dass sich "mehr als nur ein Farbkübel bewegt". Die Regierung habe bereits angekündigt, das neue Programm mit einem Flugblatt zu bewerben.

Abbruch in Sichtweite

Ohne Gegenstimme brachte das Gremium auch den Jahresantrag 2016 für das Bayerische Städtebauförderungsprogramm auf den Weg. Die beiden größten Batzen sind die Verkehrsanlage der Ortsdurchfahrt mit förderfähigen Kosten von 450 000 Euro und der Abbruch des ehemaligen Lehrnbecher-Hauses in der Neunburger Straße mit 85 000 Euro förderfähigen Kosten. Wie der Bürgermeister den Räten bekanntgab, hätten für letztgenanntes Projekt zuletzt sehr konstruktive Gespräche mit der Kirchenverwaltung als Eigentümer und der Bezirksregierung stattgefunden. "Der Abriss im nächsten Jahr ist sehr wahrscheinlich." Auf der frei werdenden Fläche seien unter anderem seniorengerechte Parkplätze für das Pfarrheim geplant.

Im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft bleibt Schwarzhofen die letzte Gemeinde, die Geld für die Grüngut-Entsorgung verlangt. Mit 9:2 Stimmen votierten die Räte dafür, Gebühren und Anliefermengen (1 Euro pro Schubkarren, 2,50 Euro je halbem Kubikmeter) sowie den eingezäunten Container-Standort im Recyclinghof weiter beizubehalten.
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