Ein Konzert als Familien-Erlebnis

Ein besonderes Familienkonzert mit Schwung und Dynamik bescherte Siegfried Fietz (im Hintergrund) dem Publikum in der Pfarrkirche Schwarzhofen. Immer wieder bezog der Liedermacher seine Zuhörer, vor allem die Kinder, in seine Lieder mit ein. Bild: mad
Lokales
Schwarzhofen
10.11.2015
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Es war ein musikalisch-religiöses Erlebnis erster Güte: Das Konzert von Siegfried Fietz lockte das Publikum in Scharen in die Pfarrkirche. Mit seinen einfühlsamen Kompositionen brachte der Liedermacher seine Zuhörer in Bewegung.

Der Andrang in der Pfarrkirche Maria vom Siege war enorm. Im Vergleich zu Fietz' erstem Gastspiel vor zwei Jahren hatte sich die Besucherzahl gesteigert. Der Kirchenchor, der das Konzert mit Unterstützung der Pfarrei arrangiert hatte, durfte nicht nur Besucher aus der Pfarreiengemeinschaft Schwarzhofen-Dieterskirchen, sondern auch Zuhörer aus einem weiten Umkreis begrüßen.

Im Auditorium hieß Pfarrer Markus Urban mehrere Mitbrüder willkommen: Den aus Schwarzhofen stammenden Pfarrer Christian Süß, Pfarrer Hermann Höllmüller, der seit langem mit dem Ort verbunden ist, sowie den evangelischen Geistlichen Gerhard Beck. Sein Dank galt dem Ehepaar Alfred und Gabriele Scharf für die Organisation.

Und alle singen mit

Siegfried Fietz und sein kongenialer Partner, der Gitarrist Gerhard Barth, präsentierten an diesem Nachmittag ein ganz besonderes Familienkonzert. Die großen und kleinen Zuhörer wurden nicht nur unterhalten, sondern stets eingebunden und ständig zum Mitsingen aufgefordert - was sie auch gerne taten.

Von Anfang an spielte Fietz nicht die Rolle des Alleinunterhalters, vielmehr ging er auf die Leute zu, zeigte sich offen und agil, hatte immer ein Lächeln im Gesicht und bezog das Publikum ständig mit ein. Schon beim Eingangslied "Shalom" überbrachte er den Friedensgruß persönlich an die Besucher. Der Liedermacher nahm vor allem die Kinder mit ins Boot - er holte sie nach vorn in den Altarraum, bezog sie mit ein und tanzte sogar mit ihnen. Unter anderem stellten die Buben und Mädchen beim "Regenbogenlied" mit ihren Händen den Regenbogen nach.

Siegfried Fietz ging auch auf Publikumswünsche ein und trug die bekannten Werke "Spuren im Sand" und "Manchmal brauchst du einen Engel" vor. Ein virtuoses Gitarrensolo von Gerhard Barth - nach einem Friedenslicht aus Irland arrangiert - begeisterte die Zuhörer und fand lautstarken Beifall.

"Jedes Lied braucht ein eigenes Instrument" stellte Fietz fest und stimmte das Lied "Sind schwarz und weiß auch Farben?" auf dem Akkordeon an, das er genauso beherrschte wie Keyboard oder Gitarre. Beim Lied "Ihr sollt ein Segen sein" versetzten die beiden Musiker das ganze Gotteshaus in Bewegung: Möglichst alle Besucher sollten sich in den Mittelgang stellen und wurden erneut zum Mitsingen gebeten.

Nach der Pause folgten weitere bekannte Lieder: Bei "Miteinander, füreinander, zueinander auf dem Weg", gingen die Kinder im Altarraum aufeinander zu. Und auch bei "Gottes Hände" waren sie gefordert. Als Höhepunkte folgten das Lied vom Katholikentag in Regensburg "Mit Christus Brücken bauen" und als "Uraufführung" die Hymne "Franziskus" für den nächsten Katholikentag in Leipzig. Den neuen Papst Franziskus findet Fietz übrigens "einfach fabelhaft", wie er in Schwarzhofen verriet. Zum Abschluss des offiziellen Programms stimmte der Künstler sein wohl bekanntestes Lied "Von guten Mächten wunderbar geborgen" an.

Langer Schlussapplaus

Kirchenchor-Chefin Gabriele Scharf dankte Fietz und Barth für ihr Kommen und die bewegenden Gesänge, zwei Kinder übergaben ein kleines Geschenk. Als Zugabe erklang zuerst das Lied "Auf allen Wegen". Beim Schlusslied "Gottes guter Segen sei mit-vor-über-bei euch" wurden wieder alle Besucher zum Mitsingen und Mitmachen in den Mittelgang gebeten. Ein langer Schlussapplaus belohnte die beiden Musiker für ihre beeindruckende Darbietung.
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