Engstellen, schmale Gehwege

Lokales
Schwarzhofen
06.06.2015
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Bereits 2013 sprach sich der Marktrat mit einer knappen Mehrheit für den Vollausbau der Staatsstraße 2040 durch Schwarzhofen aus. In der jüngsten Sitzung musste nun der Grundsatzbeschluss gefasst werden, ob der angefangene Weg weiter beschritten werden soll.

Der Planentwurf des langjährigen städtebaulichen Beraters des Marktes war im Mai in einer ersten Bürgerversammlung vorgestellt worden, an der viele Anwohner, aber nicht alle Markträte teilgenommen haben. Deshalb erläuterte Architekt Hartmut Schliesser die Vorplanung in der Marktratssitzung noch einmal.

"Eine moderne Staatsstraße und ein alter Ort, die tun sich schwer miteinander", sagte der Städteplaner aus München und brachte eine Umgehungsstraße als eine machbare Lösung ins Gespräch. "Es sind untragbare Zustände in Schwarzhofen vorhanden", zählte Schliesser zu schmale Gehwege, viele Engstellen und den maroden Straßenbelag auf. Seine Planung zeigte einen mit neu geschaffenen Plätzen und vielen Bäumen aufgelockerten Verlauf der Ortsdurchfahrt. Deutliche Engstellen würden zwar bleiben, aber die Gehwege sollen deutlich breiter werden.

30 Stundenkilometer

Angedacht sei auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Kilometer in der Stunde einzuführen. "Das beruhigt den Markt und macht ihn sicherer", war die Meinung des Planers. Details der Ausführung sollten an diesem Abend nicht diskutiert werden. Damit befasst sich ein Arbeitskreis, der sich am 29. Juni um 19 Uhr zum ersten Mal im Gasthaus Gillitzer treffen wird. "Der wieder ins Leben gerufene Arbeitskreis "Altortsanierung" soll die Änderungen in einem konstruktiven Miteinander erarbeiten", lud Bürgermeister Maximilian Beer dazu ein.

"Wir wollen eine Verbesserung dieser "Lebensader" mitten durch den Ort", fasste Beer zusammen und alle Markträte, mit Ausnahme von Martin Ruider, stimmten dem Vollausbau und der Neugestaltung zu. Das erfolgt zusammen mit dem Freistaat Bayern, von dem eine 60- bis 80 prozentige Förderung zu erwarten sei, erklärte der Leiter der Verwaltungsgemeinschaft, Andre Schille.

Die folgenden drei Bauanträge erhielten die Zustimmung aller Markträte. Anton Deinfelder wurde der Vorbescheid erteilt zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Denglarn. Genehmigt wurde auch der Antrag von Helmut Lottner, der eine Zufahrt zu seinem Grundstück bauen und darauf drei Bauparzellen in Schwarzhofen errichten möchte. Über die Realisierung müssen hier noch die Fachstellen entscheiden. Das Landratsamt Schwandorf erhielt ebenfalls grünes Licht und darf ein Feld in Demeldorf im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße SAD 40 auffüllen. Dieser Antrag war nachträglich in die Tagesordnung aufgenommen worden.

Alle Feuerwehren des Marktes waren aufgefordert worden, ihren Bedarf an neuen Schutzanzügen zu errmitteln. Die Wehren Zangenstein und Schwarzhofen erhalten daraufhin vier und zehn Sätze des Schutzanzuges Typ Fireliner der Firma Consultiv SB in Höhe von 10 126,90 Euro brutto.

Sanierungsarbeiten

Im Bereich des Pausenhofes und der Bushaltestelle der Dr.-von-Ringseies-Grundschule sind die Wasserrinnen und Graniteinfassungen erheblich beschädigt. Diese werden von der Firma Seebauer, Girnitz, für 15 498,56 Euro brutto repariert. Die Renovierung der Fassade, der Fenster und der Dachunterseite an der Westseite der Schule übernimmt die Firma Dietz aus Schönsee-Gaisthal. Die Kosten belaufen sich hierfür auf 6 796,21 Euro.
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